Unterhaltung / Kirche

Vielfalt am 1. Ökumenischen Kirchentag

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Eröffnungskonzert der neuapostolischen Gemeinde in St. Johann: Klassiker wie Mozarts Ave Verum, Bachs Oboenkonzert oder moderne englische Titel begeistern das Publikum.

So funktioniert christliches Miteinander über Kirchengrenzen hinaus

Erding – Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, der Ökumenische Kirchentag am Wochenende war ein voller Erfolg. Bereits beim ersten musikalischem Highlight, dem Auftaktkonzert der neuapostolischen Gemeinde in St. Johann, konnte man sehen: Die Leute haben Interesse und kommen! Der Kirchentag stand unter dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“ und genau das konnten die Besucher in dem bunten Programm finden. Euphorisch zeigte sich gleich nach dem Eröffnungskonzert auch Stadtpfarrer Martin Garmeier als verantwortlicher Leiter des Kirchentags. Er schwebe nach so einem tollen Auftakt auf Wolke sieben, so Garmeier. Ökumene verbinde das christliche Miteinander und das komme jetzt in Erding auch so zum Ausdruck. Seine Hoffnung sei, dass der Kirchentag die Ökumene in Erding ein gutes Stück voranbringe und sich der Wunsch nach der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Erding endlich erfülle. 

Aber der Kirchentag fand durchaus nicht nur in den Kirchen statt. Leider war das Wetter nicht optimal – trotzdem flanierten viele am Samstag durch die Innenstadt. Dort präsentierten sich Wohlfahrtsverbände, Vereine, Pfadfinder – ja, die ganze Vielfalt, die sich hinter dem Begriff „Kirche“ versteckt. So konnten sich die Besucher informieren, was es eigentlich alles an christlichen Religionen gibt. Manch einer war durchaus verwundert, dass christlich nicht bei katholisch, evangelisch oder orthodox endet und dass Gemeinschaften wie die Neuapostolische oder auch die Freikirchliche Gemeinde auch in Erding beheimatet sind. Fragt man nach, wie die Teilnehmer die Idee und Umsetzung des Kirchentags im Rahmen einer Kleinstadt finden, erhält man ein und dieselbe Antwort: Es ist schön, dass man sich auf das Gemeinsame besinnt und nicht das Trennende in den Vordergrund stellt. Das gab auch die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zu verstehen, die beim großen ökumenischen Gottesdienst in St. Johann predigte. Das Fest sei ein Zeichen dafür, dass Ökumene unter Christen in Erding funktioniere, so Breit-Keßler. Aber es sei auch unabdingbar, das Gespräch mit den Muslimen und den anderen Religionen in der Stadt zu suchen, sich kennenzulernen, auszutauschen und auch mal zu streiten, fordert die Bischöfin.

 Und auch das tat man: Bei einer prominent besetzten Podiumsdiskussion mit dem Thema „Religion – Polarisierung der Gesellschaft oder Hilfe zur Integration“ (siehe gesonderter Artikel). Am Ende dieser Premierenveranstaltung darf man den Verantwortlichen gratulieren. Denn nicht nur die Besucher hatten die Möglichkeit zu sehen, wie und wo Kirche und Christentum in allen Bereichen des Lebens vertreten sind. Auch diejenigen, die sich engagieren und ihre Freizeit in Ehren- ämter, Chöre oder den ganz normalen Gottesdienstbesuch investieren, durften sehen: Wir sind nicht allein. Und so freute sich auch Weihbischof Bernhard Haßlberger über eine volle Kirche zum ökumenischen Gottesdienst: „Das macht Mut! So einen Andrang hatte ich nicht erwartet!“ gre

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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