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Perfekte Reizquelle für Kinder

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Claudia Schaper und Miriam Pech von der Kinderlandplus gGmbH (v.l.) mit FW-Listenkandidat Robert Hegenauer (re.) © privat

Attraktives Alternativangebot: Ein Waldkindergarten in der Marktgemeinde Wartenberg

Wartenberg – Robert Hegenauer hatte schon vor vier Jahren die Idee eine Naturkindergartens als Alternative zu den Regelkindergärten. Nun ist das Thema in Wartenberg wieder aktuell, der Gemeinderat hat sich schon damit befasst und Robert Hegenauer, Listenkandidat bei der Freien Wählergemeinschaft Wartenberg, hatte einen Informationsabend organisiert. Schon bei der Begrüßung legte Hegenauer Wert darauf, dass das Thema „Naturkindergarten in Wartenberg“ nicht ausschließlich Thema der Freien Wähler ist, sondern die FW Veranstalter der Abends war, weil das Thema in Wartenberg derzeit aktuell diskutiert wird.  Dr. Constantin von Stechow, Geschäftsführer der Klinik Wartenberg, möchte gerne das Klinikgelände für einen Naturkindergarten anbieten. „Das Angebot an die Eltern, ihr Kind in einen Waldkindergarten zu schicken, bereichert in attraktiver Weise den Ort“, so Hegenauer. „Der Waldkindergarten ist kein Konkurrenzkindergarten zu den beiden bestehenden Kindergärten in Wartenberg, sondern stellt ein Alternativangebot dar!“Als Träger des in Wartenberg angedachten Natur-Kindergartens würde die Kinderlandplus gGmbH aus Poing fungieren. Als Vertretung war am Infoabend  Claudia Schaper gekommen. Sie skizzierte zusammen mit Erzieherin Miriam Pech einen Tag im Naturkindergarten, der mit dem Ankommen und einem Morgen-Kreis beginnt. Es folgt Spiel im Freien aber auch die Möglichkeit, bei schlechtem Wetter in die Klinik zu gehen – hier würde Dr. von Stechow Räume zur Verfügung stellen. Mittags gibt es Essen mit Mitgebrachtem oder von Eltern Gekochtem. Selbstverständlich gibt es eine Kuschelecke im Bauwagen, der als Rückzugsort und Ruheort für die Kinder aufgestellt wird. Fotos von vergleichbaren Naturkindergärten zeigten bunte und gemütliche Bauwägen, aufgestellt im Wald und herrlich ausgestattet mit allem was KInder brauchen.  Claudia Schaper und Erzieherin Miriam Pech berichteten von den Erfahrungen, dass Kinder, die den Naturkindergarten besuchen, erwiesenermaßen viel weniger krank sind. Die meiste Zeit halten sich die Kinder im Freien auf – bei jedem Wetter! Außer bei Sturm und Gewitter – dafür gibt es dann meist in den Gemeinden einen Rückzugsraum; in Wartenberg könnte so ein Raum im Klinikgebäude sein. Das fast ausschließliche Aufhalten in der freien Natur unterscheidet den Naturkindergarten im Wesentlichen von den Regelkindergärten. Richtlinien und Regeln gibt es auch im Naturkindergarten: Die Kinder lernen hier alles über soziales Verhalten, aber auch die speziellen Regeln des Naturkindergartens. „Auch wenn man meint der Park, das Gelände des Kindergartens ist ohne Grenzen, so werden den Kindern doch imaginäre Grenzen gesetzt\", berichtet Miriam Pech.Spielzeug gibt es selbstverständlich – alles was die Natur bietet sowieso: Hölzer, Tannenzapfen, Moos, Äste, Lehm, Matsch, Gräser und vieles mehr;  aber auch den Werkzeugkasten, mit dem man sägen, schnitzen, bauen kann. Bücher, Stifte und Papier sind im Bauwagen.„Die Natur ist eine perfekte Reizquelle für Kinder“, so Miriam Pech. Gerade überaktive Kinder kommen in der Weite der Natur besser klar mit den Reizen der Umwelt. Großes Lernpotential wie auch in den Regelkindergärten durch Kennenlernen der Natur, der Gesetze der Natur bietet der Naturkindergarten auch, genauso wie Vorschulunterricht. Die Spaziergänge und Erkundungen im Wald werden immer mit Bollerwagen und Werkzeugkoffer unternommen. In kalten Zeiten ist warmer Tee dabei, eine Brotzeit für das Picknick, und alles was die Kinder meinen brauchen zu können. Etwa 17 bis 20 Kinder können in einer Gruppe sein, dazu mehrere Erzieher pro Gruppe und – so berichtet Claudia Schaper – auch eine Heilpädagogin und oft ein Freiwilliger oder Praktikant. Die Kinder sind zu jeder Zeit bestens beaufsichtigt. Die Gemeinde Wartenberg bietet auf ihrer Internetseite eine Info zur Konzeption des Kindergartens an und macht eine Bedarfsanalyse. Die Einschreibung für einen Platz im geplanten Waldkindergarten in Wartenberg findet am Dienstag, 25. Februar, von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr im Foyer des Rathauses Wartenberg statt. Zur Einschreibung kommen bitte alle Erziehungsberechtigten, die ab September 2014 oder später im laufenden Jahr einen Kinderbetreuungsplatz möchten. Die Einschreibung dient zur Orientierung und ist noch keine Zusage. Zusagen können erst nach Auswertung der Anmeldezahl gemacht werden. Für alle, die sich für einen Platz im Waldkindergarten interessieren steht Frau Schaper gerne zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung unter Tel. (0 81 21) 2 50 88 19 oder Mail: claudia.schaper@kinderland-plus.dehk

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