Diskussionsrunde

Podiumsdiskussion mit Anne-Frank-Botschafterinnen des Gymnasiums Erding und Zeitzeuge Ernst Grube

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Bei der Diskussion dabei waren (v.l.): Ernst Grube, Moderatorin der Podiumsdiskussion und Vorsitzende der Brücke Erding Angelika Felixberger sowie Lehrerin Birgit Schiwietz und die Anne-Frank-Botschafterinnen des Gymnasiums in Erding Maelle Locoge, Noemi Schaaf, Anna Kaspar und Jana Schwarz

Ernst Grube möchte den Anwesenden der Diskussionsrunde aber nicht den Terror des Konzentrationslagers vor Augen führen, sondern den Terror des täglichen Lebens.

Erding – Die Demokratie stärken – aber wie? Um diese Frage zu diskutieren hat der Verein „Die Brücke“ zur Podiumsdiskussion in die Volkshochschule Erding mit Zeitzeuge Ernst Grube geladen.

Ernst Grube wuchs in München auf, seine Mutter war Jüdin. Er wurde nach Theresienstadt deportiert und überlebte – als einer von wenigen. Ausgrenzung hat er während der Zeit des Nationalsozialismus täglich erfahren. 

Ernst Grube möchte den Anwesenden der Diskussionsrunde aber nicht den Terror des Konzentrationslagers vor Augen führen, sondern den Terror des täglichen Lebens. 

Ein Spaziergang durch die Nachbarschaft sei wie ein Spießrutenlauf gewesen. Ständig wurde er geschlagen oder angespuckt. Seine Freunde wendeten sich von ihm ab. Theater, Kino, öffentliche Veranstaltungen – alles war fortan verboten. 

Und alles nur wegen des gelben Sterns auf seiner Kleidung. Grube verstand es nicht. 

In der ­Diskussionsrunde mit ­Moderatorin und Vorsitzende der Brücke Angelika ­Felixberger, Lehrerin Birgit Schiewitz und den Anne-Frank-Botschafterinnen Maelle Locoge, Noemi Schaaf, Anna Kaspar und Jana Schwarz appellierte Ernst Grube dazu, Demokratie aktiv vorzuleben und sich für demokratische Werte und Rechte einzusetzen. 

Hierbei nimmt er nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern in die Pflicht. Die Anne-Frank-Botschafterinnen wollen anderen Schülern vermitteln, wie die Ereignisse von damals auf heute übertragen werden können, damit die Geschichte lebendig bleibt. 

Den Arbeitskreis findet Grube „großartig“, da es sehr wichtig sei, die Schüler an das Thema heranzuführen. „Wir sind Demokratie gewohnt. Für uns ist es nichts besonderes, die Wahl zu haben. Das darf man trotzdem nicht als selbstverständlich hinnehmen“, meinte eine Besucherin der Diskussionsrunde. ale

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