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Peter Bauch hielt einen spannenden Vortrag am Korbinian-Aigner-Gymnasium	Foto: ha
Peter Bauch hielt einen spannenden Vortrag am Korbinian-Aigner-Gymnasium Foto: ha

Erding – Angesichts einer Vielzahl an derzeit ablaufenden Ereignissen von historischer Tragweite wie der Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan, den Revolutionen in Nordafrika und dem Anschlag von Minsk wird deutlich, dass die internationale Politik zeitgleich und global auf viele Risiken der Welt reagieren muss.

Vor dieser aktuellen Kulisse und auf Einladung des Sozialkundelehrers Manuel Hock hielt der Außenpolitik-Experte Peter Bauch, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag, am 12. April einen Vortrag über internationale Politik am Korbinian-Aigner-Gymnasium, dem zwei Abschlussklassen der Schule gebannt und interessiert folgten. Der hochkarätige Politologe, Historiker und Staatsrechtler skizzierte die UNO als „staatlich inszeniertes, globales Forum, in dem die Welt ständig mit sich im Gespräch sein kann“. Gemeinsam mit den Schülern arbeitete er als Probleme dieser ständigen Staatenkonferenz unter anderem die macht- und bevölkerungspolitisch veraltete Zusammensetzung sowie die mangelnde Entscheidungs- und Leistungsfähigkeit des Sicherheitsrates in einer globalisierten, komplexen Welt mit einer gleichzeitig hohen Erwartungshaltung der Menschen heraus. Besonderes Interesse erweckte bei den Zuhörern die Zwischenfrage eines Schülers nach der Enthaltung Deutschlands im UN-Sicherheitsrat zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Bauch moderierte nun eine rege Diskussion unter den Zwölftklässlern. Laut Peter Bauch muss bei jeder Abstimmung Deutschlands im Sicherheitsrat gefragt werden, ob die Einschätzung der vorliegenden Situation sachlich in Ordnung und die verfolgten zielerealistisch sind sowie ob ein Stimmverhalten in die Traditionslinie der deutschen Außenpolitik passt. ha

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