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Prächtige Wagen und großer Andrang

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Ein Blumenkorso soll sich als Höhepunkt des Herbstfestes im nächsten Jahr durch die Stadt wälzen. Die Vereine erhalten finanzielle Unterstützung.

Erding – Zum 75. Mal jährt sich das Fest auf dem Volksfestplatz. Trachten- und Schützenumzüge gebe es in der näheren Umgebung (zum Beispiel in Mühldorf) zu Hauf und professionell organisiert. In Dorfen etwa finde zwei Wochen vorher ein großer Trachtenumzug statt. Aber mit dem Blumenkorso habe Erding eine Art Einzelstellungsmerkmal, so Oberbürgermeister Max Gotz im Volksfestausschuss. Er erinnerte daran, dass die Beteiligung im Jahr 2010 sensationell gewesen sei. „Wir sollten uns was trauen, was zutrauen“, sagte er. Die Schausteller hatten ja schon bei ihrer Versammlung zur Halbzeit des diesjährigen Erdinger Volksfestes versprochen, sich im nächsten Jahr etwas einfallen zu lassen. Damit sich möglichst viele Vereine, Firmen und Organisationen am Korso beteiligen, soll jedes Bild mit 400 Euro entlohnt werden. Außerdem bekommen alle Beteiligten zwei Bier- und eine Hendlmarke. Harry Seeholzer (Erding Jetzt) verwies darauf, dass die Pferde, die vor Wagen gespannt würden, auch zugsicher sein müssten. Jakob Mittermeier (CSU) fand die Idee grundsätzlich gut und sicherte auch zu, dass seine Partei sie unterstützen werde. Allerdings sähe er es lieber, wenn der Ursprung des Volksfestes besser zur Geltung käme, denn es ist einst aus einem Erntedankfest der Landwirte entstanden. Ob man denn nicht in einem Jubiläumsjahr auf diese Wurzeln zurückgehen könne, wollte er wissen. Da musste Gotz die Erwartungen etwas dämpfen. Der Rennverein, der alle Jahre am ersten Volksfestsonntag am Nachmittag seinen Wettkampf durchführt, muss sich zugunsten des Jubiläumskorsos ohnehin schon einen anderen Termin suchen.Denkbar wäre der Samstag vorher oder ein Abendrennen, meinte Gotz, denn am zweiten Sonntag sei die Wiese Matsch, wenn es widrigerweise eine Woche lang regnen sollte. Dennoch: „Die Feststimmung geht vor“, sagte er, deswegen finde der Blumenkorso am Sonntag, 30. August 2015 ab dem frühen Nachmittag statt. Für ein Landwirtschaftsfest brauche man auf jeden Fall viel Platz, der einfach nicht vorhanden sei. Aber er kündigte den Ausschussmitgliedern ein Attentat an. Er will das Projekt „Wohnwagen runter vom Festplatz“ erneut angehen. „Woanders geht es ja auch“, sagte er. 35.000 Besucher lockte der Blumenkorso 2010 laut Polizei in die Stadt. Das Stellplatzproblem will Gotz mit einem Shuttleverkehr, zum Beispiel vom Kaufland- Parkplatz aus, lösen. Und auch dem „Vorglühen“, das bereits am ersten Wiesntag viele Bierleichen auf das Herbstfest spült, will er eine Barriere vorschieben. Dass die Stadt eine Vorreiterrolle übernehme, wie etwa mit den Holzregalen für die Festkrüge, sei durchaus machbar. „Ein paar Sicherheitsleistungen sollten wir uns schon zutrauen“, so der Oberbürgermeister. Das Gremium schloss sich dem einstimmig an. ab

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