Internet-Raum mit Laptops zum Lernen und Schreiben

Ein Raum für digitales Lernen: Projekt „Studierzimmer“ der Aktionsgruppe Asyl startet

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Doris Kraeker (Vorstand AGA), Landrat Martin Bayerstorfer, Noh (seit 4 1/2 Jahren in Erding, aus Eritrea und einer der künftigen Nutzer) und Margot Hoigt (Vorstand AGA)

Erding – Die Aktionsgruppe Asyl (AGA) im Landkreis Erding hat im September das Projekt „Studierzimmer“ gestartet. Bereits 2019 bei der Ehrenamtsmesse des Landkreises ist die Idee hierzu entstanden; die Planungen nahmen daraufhin kontinuierlich Gestalt an. Die Pandemie hat umso deutlicher gemacht, dass vor allem ältere Schüler darauf angewiesen sind, digitale Medien nutzen zu können – oft setzen Schulen das voraus. Nicht alle haben daheim aber die Möglichkeit dazu, und hier setzt das Projekt „Studierzimmer“ an: es soll Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund oder aus sozial schwachen Familien einen Raum bieten, in dem sie Notebooks mit Internetanschluss und einen Drucker vorfinden, um dort lernen, recherchieren und schreiben zu können. 

Margot Hoigt von AGA kam auf den Landkreis zu mit der Bitte um Unterstützung, was die Räumlichkeiten betrifft, nachdem sie bereits bei der Ehrenamtsmesse mit Landrat Martin Bayerstorfer darüber gesprochen hatte. Der Landrat war von der Idee begeistert und sagte seine Unterstützung zu: „Wir stellen den Raum sowie Stühle und Tische, komplett mit Internetzugang und sämtlichen Nebenkosten.“ Damit das Studierzimmer schnell zur Verfügung steht, wurde zunächst ein Raum in einem der Module beim Korbinian-Aigner-Gymnasium hergerichtet. Das Ziel ist aber, dass künftig ein Raum beim Klinikum zur Verfügung gestellt werden kann, der momentan noch anderweitig genutzt wird. Aber auch die jetzige Lösung bietet ausreichend Platz für sechs Personen, um die Abstandsregeln einzuhalten. 

Nachdem der Landkreis Erding den Raum gestellt hat, fehlte noch die Ausstattung: hier kam der SZ Adventskalender für gute Werke ins Spiel. Margot Hoigt wandte sich an die Zuständigen mit der Bitte um Unterstützung für die Geräte, und diese haben gerne ihre Hilfe zugesagt. Dank der Spenden von SZ Lesern konnten sechs Internet-Arbeitsplätze mitsamt einem Drucker eingerichtet werden. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir dieses Projekt umsetzen konnten“, so Margot Hoigt. Wer einen Internet-Arbeitsplatz benötigt, muss sich bei der AGA melden. Dort werden die Plätze vergeben und dokumentiert, wer in welchem Zeitraum das Studierzimmer nutzt. - df

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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