Polizeimeldung

Rentnerin in Hallbergmoos mit Enkeltrick um Schmuck betrogen

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[Symbolbild]

In dem Glauben, ihre vermeintliche Nichte zu unterstützen, übergab die Seniorin Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.

Hallbergmoos - Unter Anwendung der polizeilich als „Enkeltrick“ bekannten Betrugsmasche, gelang es am Dienstag, 28. Mai, bislang unbekannten Betrügern, von einer Rentnerin Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro zu ergaunern.

In den Nachmittagsstunden erhielt die Seniorin einen Anruf, angeblich eine Nichte. Diese verstand es der Frau glaubhaft ein Verwandtschaftsverhältnis vorzugaukeln und forderte finanzielle Hilfe für einen vorgeblichen Immobilienerwerb. 

In dem Glauben, ihre vermeintliche Nichte zu unterstützen, übergab die Seniorin schließlich Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro an eine unbekannte männliche Person.

Für diese Geldübergabe wurde die Frau zu einem Treffpunkt an die Freisinger Straße in Hallbergmoos bestellt. Dort übergab sie einen beigefarbenen Stoffbeutel mit ihrem Schmuck an den Unbekannten, der wie folgt beschrieben wird: Männlich, ca. 170 cm groß, kräftige Statur, circa 30 Jahre alt, helle Gesichtshaut, ovales Gesicht; Bekleidung: graues Blouson, beige Schirmmütze; Der Unbekannte sprach deutsch mit ausländischen Akzent.

Zeugenaufruf

Für die ermittelnde Kripo Erding wären insbesondere Wahrnehmungen in Zusammenhang mit dieser Übergabe, die gegen 17.30 Uhr an der Einmündung des Tannenwegs in die Freisinger Straße erfolgte, von Bedeutung. 

Zeugen, die hier oder im näheren Umfeld die oben beschriebene Person wahrgenommen haben oder möglicherweise Angaben zu einem von dem Unbekannten genutzten Fahrzeug machen können, sind aufgerufen sich bei der Polizei zu melden. 

Sachdienliche Hinweise werden unter Tel. (0 81 22) 96 80 von der Kriminalpolizei Erding oder jeder anderen Polizeidienststelle entgegen genommen.

Wie gehen Enkeltrickbetrüger vor

Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die überregional agierenden Tätern bei meist älteren und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. 

Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Immobilienkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. 

Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Ist das Opfer zahlungswillig, wird ein Bote zur Abholung angekündigt. Hat der Angerufene die geforderte Summe nicht parat, folgt die Aufforderung den Betrag bei der Bank abzuheben.

Verhaltenstipps der Polizei

• Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt

• Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld fordert

• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen oder Bekannten Rücksprache

• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus

• Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen 

• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen

• Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt 

• Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Bekannten über diese äußerst hinterlistige Form des Betrugs

PM Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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