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Schatzsuche und Ehrung

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Maria Thalheim

(ha) – Vor der Kirche in Rappoltskirchen wurden den 28 am Ferienprogramm des Gartenbauvereins Thalheim teilnehmenden Mädchen und Jungen die Lage erklärt: Aus alten Dokumenten gehe hervor, dass ca. 1.300 Fuß gegen Abend (Westen) eine Wallburg gewesen sein soll, auf dessen Areal sogar noch ein Schatz vergraben sei. Aufgabe der Kinder war es: Burgareal und Schatz zu finden. Schnell war dann die Stelle der ehemaligen Wallburg erreicht und das Plateau erklommen, wo natürlich auch bald der Schatz, unter einer mächtigen Wurzel vergraben, gesichtet wurde. In einem verzierten Kasten aus Metall fanden die Kinder Gold- und Silbermünzen, Edelsteine und feines Geschmeide sowie eine Pergamentrolle. Ein Mädchen (Simone Baumgartner) bestieg einen nahe gelegenen Hochsitz und verlas von oben die Botschaft dieses Pergaments: Von Mittag (Süden) her seien räuberische und mörderische Raubritter im Anmarsch, so hieß es im Text, die alles Leben vernichten. Nicht nur menschliches Leben, sondern auch alle Tiere, Pflanzen, Bäume und Blumen. Deshalb hätten sich die Ritter der Wallburg bei Gigling entschlossen, in Richtung Mitternacht (Norden) zu fliehen, um sich und ihre Tiere zu retten. Auf ihrem Fluchtweg aber würden die Ritter, Samen aller Art - eine Liste der Pflanzen lag bei - ausstreuen, um den Nachkommen, Wälder, Wiesen und Weiden zu erhalten, falls die wilden Horden von Mittag her tatsächlich alles Leben vernichten sollten. Aufgabe der Kinder war es nun, anhand von ausgeteilten Blattmustern, auf dem Fluchtweg der Ritter gen Mitternacht (nach Norden = Maria Thalheim) festzustellen, welche von den ausgestreuten Samen aufge- gangen seien. Fast alle der über 20 Baum- Busch- und Pflanzenarten wurden dann auch von den neugierigen und findigen Kindern auf dem Weg identifiziert. In Maria Thalheim bei der Schule angekommen wurde natürlich ein Fest gefeiert, wobei sich die Kinder am Lagerfeuer bei Steckerlbrot, Pizzabroten und Getränken von dem langen Marsch erholen konnten; und vorgefertigte Wappenschilder bemalen durften. Höhepunkt war die abschließende Bekränzung der Mägde (Mädchen) mit einem Blütenkranz sowie deren Ernennung zu edlen Fräuleins und der Knappen (Jungs) zu tapferen Rittern. Als Dank für ihren ritterlichen Dienst zum Schutz der Wälder, Wiesen und Weiden erhielten alle Kinder unter den Trompetenklängen eines Herolds (Lukas Unterreitmeier) eine bunte Urkunde, worin ihnen bestätigt wurde, dass sie fortan als Edeldame den Blütenkranz der höfischen Damen von Rappold zu tragen berechtigt seien und die Jungs das Wappenschild der tapferen Ritter von Rappold tragen dürfen. Das Ferienprogramm wurde vom Vorstand des Gartenbauvereins geplant, organisiert und durchgeführt. Vorstandschaft des Gartenbauvereins Thalheim in alphabetischer Reihenfolge: Traudel Häusler, Maria Rampf; Rosi Schäffler, Hilde Scharf, Astrid Scheuchenpflug, Lilo Schrankl, Ursula und Egon Weiß.

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