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Mit Schmalzgebäck, Weißbier und Therme den Landkreis vertreten

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Des Erdinger Weißbier, des is hoid a Pracht..., dachten auch die Besucher der Grünen Woche in Berlin und ließen sich das Gebräu schmecken. Landrat Martin Bayerstorfer, (hinten Mitte) machte den Vertretern des Landkreises Erding seine Aufwartung. © Brückner

Vertreter aus Landes- und Bundespolitik besuchten den Stand des Landkreises auf der Grünen Woche in Berlin

Erding – Dieses Mal hatte der Landkreis auch Apfelkönigin Renate Sperr aus St. Wolfgang im Gepäck. Und die war in guter Gesellschaft, denn zahlreiche gekrönte Häupter, weiblich und männlich für alle möglichen Bereiche, waren ebenfalls zu Besuch, teilweise in bunten Gewändern, um auf touristische Attraktionen in ihrem Umfeld hinzuweisen. Der Erdinger Stand war zudem besetzt von fünf Gabis. Allen voran die Frau des Taufkirchner Bürgermeisters und Bezirksrates Franz Hofstetter, die drei Tage lang die Werbetrommel für „Ferien auf dem Bauernhof und den Landkreis rührt. Viel hat sie dabei nicht gewonnen. Lediglich ein Kunde hat sich angesagt, in Taufkirchen wohnen zu wollen. Aber darum geht es auch gar nicht. Sinn der Sache ist es, den Landkreis bekannt zu machen. Deswegen fliegt Landrat Martin Bayerstorfer mit einer großen Gruppe aus Kreisräten und anderen Personen jedes Jahr hin und erweist den Standbeschickern am Freitag und Samstag die Ehre. Hofstetter ist übrigens auch immer dabei, hat aber ein anderes Hotel und bleibt kürzer, als seine Frau. Umlagert ist vor allem der Stand des Erdinger Weißbräu, an dem Bier in Gläsern mit 0,3 Liter Inhalt preiswert ausgeschenkt wird. Überhaupt ist in der Halle 23 b, der so genannten Bayernhalle, viel los. Denn dort gibt es viele Kostproben, einen Biergarten und eben den Stand des Landkreises. Da tummeln sich Alphornbläser, Blaskapellen und unter anderen der Keller-Steff, der beim Staatsempfang der Regierung am Abend aufspielt. Die Landfrauen machen Werbung für den Tag des offenen Hofes am 29. Mai, an dem drei landwirtschaftliche Betriebe in St. Wolfgang teilnehmen. Zehn Kilogramm Mehl am Tag und „vui Gfui“ verarbeiten sie außerdem zu Apfelkrapfen, Quarkblumen, Schuxen und Auszognen, und verteilen diese Spezialitäten auch kostenlos in kleinen Häppchen an die Besucher. Freilich, sie verkaufen auch, aber dann ganze Teile. Kreisbäuerin Elisabeth Mayr ist dabei und schaut nach dem Rechten. Eine weitere Gabi, die Geitner aus Hartweg bei Hohenpolding, erzählt begeistert von ihren Salzen und Ingredienzien, die sie mit Herzblut selbst entwickelt hat. Ich bin so etwas wie eine Kräuterhexe“, sagt sie stolz. Erreichen will sie, dass Leute wieder bewusster mit Wildkräutern umgehen, die sozusagen vor der Haustür wachsen. Und dann ist da der Andreas Franzl mit seinem „Lebenswasser“, Schnaps, den er händisch brennt, und der auf allergrößtes Interesse stößt. Drei mal fünf Frauen wechseln sich laut Kreisbäuerin Mayr ab, um den Landkreis zu präsentieren. Hofstetter ist schon zum vierten Mal dabei und macht das mit großer Freude. Inzwischen sei das aber fast so etwas wie ein Selbstläufer geworden, sagt Kreisbäuerin Mayr. Ida-Maria Fetscher wählt die Teilnehmer aus, seitdem Birgit Becker, die bisher dafür zuständig war, im vergangenen Jahr plötzlich verstarb. Doch sie bewies ein ähnlich glückliches Händchen, wie ihre Vorgängerin. Und auch wenn Berliner Mädels sagen: „Bayerisch ist für mich wie eine Fremdsprache“, der Erdinger Stand jedenfalls war immer dicht umlagert – nicht nur von Bayern.

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