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Schmerzen überall? Fibromyalgie?

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Claudia Dexl, Vorstandsmitglied der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung wird am 13.04. anlässlich der Gründung der Selbsthilfegruppe in Erding referieren. 	Foto: Wort & Bild Verlag/Markus Dlouhy
Claudia Dexl, Vorstandsmitglied der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung wird am 13.04. anlässlich der Gründung der Selbsthilfegruppe in Erding referieren. Foto: Wort & Bild Verlag/Markus Dlouhy

Erding – Stellen Sie sich vor: Sie fühlen Schmerzen am ganzen Körper. Sie haben Probleme, aufgrund der Schmer- zen nicht aus dem Bett zu kommen. Sie verlieren Ihre Arbeit, weil Sie vor Schmerzen nicht mehr arbeiten können. Sie suchen Hilfe, aber keiner kann Ihre Schmerzen diagnostizieren. Bei diesen oder ähnlichen Symptomen leiden Betroffene dann wahrscheinlich an chronischen Ganzkörperschmerzen dem soge- nannten Fibromyalgiesyndrom. Fibromyalgie bedeutet übersetzt Faser-Muskel-Schmerz und ist eine schwere, chronische Erkrankung ohne entzündliche Werte.

Allgemeine Symptome können sein: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depressionen, Schlafstörungen, Migräne, Reizdarm, Reizmagen, Morgensteifigkeit. Es gibt über 100 Begleitsymptome bei dieser Erkrankung. Auch die Konzentrationsfähigkeit des Betroffenen ist erheblich beeinträchtigt. Typisch für Fibromyalgie ist die schmerzhafte Reaktion an den sogenannten „Tenderpoints. Von diesen 18 Tenderpoints müssen mindesten 11 druckschmerzhaft sein. Die Krankheit beginnt meist mit Rückenschmerzen, die sich chronifizieren und schließlich über den ganzen Körper ausbreiten. Am Ende verbleibt ein Dauerschmerz, der nicht mehr verschwindet. Die Ursachen der Erkrankung sind leider immer noch unbekannt. Meist tritt sie vor oder während des Klimakteriums auf. Oft entwickelt sich nach einer Borrelieninfektionen eine sekundäre Fibromyalgie auf. Auch eine genetische Veranlagung könnte eine Rolle spielen. Ebenso könnten Traumatisierungen in Form von körperlicher oder sexueller Gewalt, oder eine emotionale Vernachlässigung in der Familie eine Rolle spielen. Es ist für den Betroffenen schwierig, bei Ärzten und Gutachtern seine Situation begreiflich dazustellen. Der Patient erscheint äußerlich gesund, somit wird er oft in die hypochondrale Ecke gestellt. Dies vergrößert den Leidensdruck des Betroffenen, weil ihm vom medizinischen Fachpersonal nicht geglaubt wird. Oft wird diese Erkrankung mit dem Begriff „Weichteilrheuma“ gleichgesetzt, was nicht stimmt und eine Fehldiagnose ist. Die klassische Therapie für Fibromyalgie beruht auf drei Säulen, der medikamentösen Therapie, der physikalischen Therapie und der Psychotherapie. Bei der medikamentösen Therapie werden meist niedrig dosierte Antidepressive verschrieben. Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesverband der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e. V., Postfach 1140, 74741 Seckach, Tel. Nr. (0 62 92) 92 87 58, e-mail: info@fibromyalgie-fms.de, Homepage: www.fibromyalgie-fms.de dex Termin Am Mittwoch, 13.04., 19 Uhr wird eine neue Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe in der AOK Direktion Erding, Friedrichstraße 26, gegründet. Aus diesem Anlass wird Claudia Dexl, Vorstandsmitglied der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) über dieses Thema und die Arbeit der DFV referieren. Die weiteren Treffen werden nach der Gründung veröffentlicht oder sind bei Ansprechpartnerin Heidi Gallus unter Telefonnr. (0 81 22) 47 88 93 zu erfragen. Die neue Selbsthilfegruppe wird in Erding ansässig sein. ha

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