Der erste Herbstgruß

Schön, aber toxisch: Die Herbstzeitlose erobert die heimischen Wiesen

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Ab Spätsommer blüht die bei uns weitverbreitete Pflanze. Doch Vorsicht, die Herbstzeitlose ist sehr giftig.

Markt Schwaben – Hier und da spitzen sie schon heraus, die Herbstzeitlosen. Sie sind der erste Gruß, den der nahende Herbst schickt. Die hohen Temperaturen des Sommers gibt es nur noch ab und an, die Nächte werden kühler. Überall leuchten schon die roten Vogelbeeren und auch die Hagebutten färben sich deutlich rot. Die Erntezeit beginnt mit Frühzwetschen, im Garten wird Wintersalat ausgesät, mancherorts biegen sich die Apfelbäume mit einer Pracht, die es Ende September zu pflücken gilt. 

Colchicum autumnale, wie die Herbstzeitlose wissenschaftlich heißt, ist sehr giftig und dort, wo sie gehäuft auf Wiesen auftritt ist eine Beweidung nicht möglich. Im Frühjahr sieht man nur ihre Blätter, was immer wieder zur Verwechslung mit dem Bärlauch führt und Vergiftungen nach sich zieht. Von September bis Oktober dann blüht sie, hat aber keine Blätter. Neben seiner toxischen Wirkung findet das Gift der Herbstzeitlosen auch in der Medizin seinen Einsatz, zum Beispiel bei einer akuten Gicht. 

Die ursprünglich aus Asien stammende Pflanze wächst auf sonnigen bis halbschattigen, meist feuchten Wiesen. Sie wird bis zu 20 cm hoch und erinnert mit ihrem Wuchs an die Krokusse im Frühjahr. Allerdings blüht sie, wie der Name schon sagt, im Herbst. - tt

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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