Spende

„Schritt für Schritt“ hilft Opfern der Monsunkatastrophe in Indien

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Dr. Blechinger-Zahnweh, Schwester Kala sowie Ida und Joseph Gassner (die Gründer der privaten Hilfsinitiative „Schritt für Schritt“)

Die Indische Schwester Kala und Ida Gassner berichten über die Situation bei und nach der Flutkatastrophe im Süden Indiens

Wartenberg – Zum Jahrestreffen der „Schritt für Schritt“-Paten und -Spender konnte Dr. Monika Blechinger-Zahnweh, die Nachfolgerin von Franz Karger im Amt des örtlichen Vertreters der Indienkinderhilfe, im Wartenberger Pfarrsaal viele Interessierte begrüßen. 

Ihr besonderer Gruß galt dabei Schwester Kala, die als Hauptvertrauensperson im südindischen Kerala, dem Haupteinsatzgebiet von „Schritt für Schritt“, die Hilfsinitiative mit bewundernswertem Einsatz unterstützt, um indischen Kindern, die wegen der Armut ihrer Eltern Analphabeten bleiben müssten, mit Hilfe deutscher Paten und Spender Schulbesuch und Berufsausbildung und damit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. 

Mit ergreifenden Worten schilderte Schwester Kala den Besuchern die schreckliche Situation, als Mitte August des vergangenen Jahres der gewaltigste Monsun der vergangenen 100 Jahre mit voller Gewalt auch die von Schritt für Schritt erbauten und unterhaltenen Schulen mit ihren über 3000 Schülern traf.

Viele Menschen starben bei der Katastrophe, viele Tiere verendeten, Felder und Straßen wurden verwüstet, Vorräte gingen verloren. Um nicht in den meterhohen Fluten umzukommen, flüchteten rund 5100 Menschen aus den benachbarten und zum Teil weggespülten Slum-Hütten in die oberen Stockwerke der Schule, deren Erdgeschoss ebenfalls voll Wasser stand. Mit letzter Kraft, zum Teil nach Tagen im schmutzigen und von Giftschlagen belebten Wasser, retteten sie sich dorthin, verdreckt, hungrig und durstig; das, was sie nass am Leib trugen, war noch ihr ganzer Besitz. 

Auch viele Kinder, darunter auch Kleinkinder, waren dabei. Es fehlte an Essen, sauberem Wasser, trockener Kleidung und auch sämtliche Telefonleitungen waren tot. Die mehr als 5000 Menschen 25 Tage lang mit Nahrung und Trinkwasser zu versorgen, war zunächst ein großes Problem. Schließlich waren es die Fischer, die zahlreiche Menschen aus den Fluten gezogen und zu den Schulen gebracht hatten, die eine Lösung des Versorgungsproblems ermöglichten. 

Sie verhandelten mit den Kapitänen der Schiffe auf dem Meer, dass die sich über Funk mit den Banken in Verbindung setzten, um die Gelder des Vereins frei zu bekommen. 

So konnte jeder Gerettete schließlich mindestens eine Mahlzeit am Tag erhalten, denn mit dem Geld konnten täglich dreimal 200 Kilo Reis und 100 Kilo Gemüse gekauft und zubereitet werden. „Damals“, so Ida Gassner, „stand die Zukunft der Schulen und das Weiterbestehen von „Schritt für Schritt“ tatsächlich auf dem Spiel.“ 

Doch dank der großen Hilfsbereitschaft von Paten und „Schritt für Schritt“-Spendern sowie anderer Helfer konnte diese krisenhafte Situation überwunden werden. Wer helfen möchte, kann dies durch eine Spende auf das „Schritt für Schritt“ – Konto IBAN DE57 4306 0967 8236 2178 00 bei der GLS-Bank München tun. Spendenquittungen gehen bei Angabe des Absenders am Jahresende zu. fk

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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