Getreideanbau früher und heute

Sommer. Erlebnis. Bauernhof

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Landwirt Hans Pfanzelt zeigt den Schülern die Funktion der Sämaschine.

Schüler erkunden den Bauernhof

Unter dem Motto „Sommer. Erlebnis. Bauernhof“ standen heuer die Projektwochen im Rahmen des Programms „Erlebnis-Bauernhof“, das 2012 vom bayerischen Landwirtschaftsministerium gestartet wurde. "Wir möchten damit die Schulen verstärkt auf die Möglichkeit eines Bauernhofbesuches hinweisen", so Hella Mayr, Ansprechpartnerin am AELF Erding. Kürzlich haben sich die 14 Schüler der Klasse 4a der Grundschule Fraunberg in Erding gemeinsam mit ihrer Lehrerin Sonja Wörner auf den Weg zum Bauernhof der Familie Pfanzelt in Grafing gemacht. Der dortige Unterrichtstag stand unter dem Motto „Getreideanbau früher und heute“. 

Die Erlebnisbäuerin Maria Pfanzelt verdeutlichte den Kindern die Merkmale eines Ackerbaubetriebes im Vergleich früher zu heute. Auf den nahegelegenen Getreidefeldern ließ Landwirt Hans Pfanzelt die Getreidearten bestimmen wie Weizen, Gerste und Hafer - der  ganz wichtig als Pferdefutter sei -  und die Getreidekörner den Ähren zuordnen. Anschließend drehten die Kinder eine Fegemühle, bei der früher die gewonnenen Getreidekörner von Verunreinigungen getrennt wurden. 

Hans Pfanzelt ging anschließend auf den Getreideanbau früher und heute ein und veranschaulichte den Kindern die Arbeit früher mittels Bildkarten, die die Kinder sortieren durften. Man erkannte dabei die viele körperliche Arbeit, die in der heutigen Zeit durch modernste Technik und Maschinen ersetzt wird. „Die hatten ja gar keinen Bulldog, sondern Pferde“, bemerkte dabei ein Junge. Hans Pfanzelt zeigte den Kindern, wie heute mit der Sämaschine Getreide ausgebracht wird. Maria Pfanzelt stellte die Pferde und deren Bedürfnisse vor, sowie Regeln im Umgang mit den Tieren. Wer wollte, konnte die Pferde füttern und striegeln. Anschließend quetschte jedes Kind Haferkörner zu Haferflocken, um ein leckeres Müsli selbst herzustellen. Jedes Kind konnte sich so sein individuelles Müsli zubereiten und genießen.

Das bayerische Landwirtschaftsministerium hat das Ziel, dass jedes Kind mindestens einen Unterrichtstag auf einem Bauernhof aktiv verbringen soll, denn die dabei gewonnenen Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert für die Kinder. Der Einblick in die landwirtschaftliche Erzeugung verbessert die Wertschätzung von Lebensmitteln und den Respekt vor den Leistungen der Landwirtschaft. Aus den Kindern von heute werden die Konsumenten von morgen. Vor allem zum Schulanfang im Herbst und gegen Schulende im Sommer machen Schulklassen Station auf einem Bauernhof im Rahmen des Programms „Erlebnis Bauernhof“. Im Landkreis Erding bieten zehn Betriebe das Programm Erlebnis Bauernhof zu verschiedenen Themen an – siehe www.erlebnis-bauernhof.bayern.de

"Die Lernprogramme der Erlebnis Bauernhof Betriebe sind auf den Lehrplan der Schulen abgestimmt", so Hella Mayr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding. Am Programm „Erlebnis Bauernhof“ können alle Schülerinnen und Schüler der 2. bis 4. Jahrgangsstufe an Grundschulen und alle Jahrgangsstufen an Förderschulen, sowie alle Übergangsklassen der Mittelschulen teilnehmen.  -aelf 

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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