Pandemie

Schutzausrüstung aus Oberding

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SKS-Chef Günter Weber (li.) hat zusammen mit seinen Söhnen Christian und Sebastian alle Hände voll zu tun, um die Versorgungslage mit Schutzausrüstung in der Region bestmöglich zu meistern.

Die Firma SKS liefert unermüdlich Atemschutzmasken und Schutzanzüge an systemrelevante Kunden und Hilfsorganisationen

Oberding – Im Verkaufsshop von SKS-Chef Günter Weber ist es gespenstisch still. An der Eingangstür hängt ein Schild mit dem Hinweis, dass der Laden aufgrund der Coronakrise bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Von zu wenig Arbeit und geringer Auftragslage kann 

Weber derzeit jedoch nicht berichten. Der Grund liegt schnell auf der Hand. Die Oberdinger Firma SKS GmbH (Stanzen - Kleben - Schleifen) ist Handelspartner des US-Konzerns 3M, der einer der weltgrößten Hersteller und Lieferanten von sogenannter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist. Darunter fallen eben auch die derzeit so dringend benötigten Atemschutz- und OP-Masken, Schutzanzüge, Handschuhe und Schutzbrillen. 

„Wir werden als langjähriger Premiumpartner von 3M derzeit ein wenig bevorzugt bedient“, so der Geschäftsführer. Engpässe aufgrund der momentan enormen Nachfrage seien trotzdem nicht zu verhindern. 3M versuche alles Menschenmögliche, um den leergefegten Markt mit Schutzartikel zu versorgen. 

Die Ware, die in Oberding ankommt, verteilt SKS ausschließlich an Arztpraxen, öffentliche Ämter, Krankenhäuser und Hilfsorganisationen in der näheren Region. Günter Weber ärgert sich derzeit gewaltig über den einen oder anderen Mitbewerber in Sachen Arbeitsschutz. „Manche versuchen zur Zeit mit horrenden Preisen größtmögliches Kapital aus der sehr schwierigen Allgemeinsituation zu schlagen“, so der Unternehmer angesäuert. SKS arbeitet aufgrund des starken Arbeitsaufkommens mit vollem Personaleinsatz.

 Dabei wird natürlich streng darauf geachtet, dass die derzeit gültigen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Besonders stolz ist Weber auf sein Personal, auf das er sich zu 100 Prozent verlassen könne. Er selbst und seine Söhne Sebastian und Christian schieben derzeit auch viele Wochenendschichten, damit ankommende Ware schnell umverteilt werden kann. 

„Wir setzen alles daran, die Versorgungslage bestmöglich aufrecht zu erhalten. Ich hoffe sehr, dass sich die allgemeine Lage bald zum Besseren wendet“, hofft der Oberdinger Unternehmer. Norbert Simmet

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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