Schwere Zeiten

Erding

(kg) – Schwere Zeiten müsse die Automobilbranche derzeit durchmachen, wie Helga Egner, Geschäftsführerin des Opel-Autohauses Pius Egner, erklärte. Das IHK-Gremium Erding-Freising traf sich dort zu einer Versammlung. Ihr Authaus sei immer ihr Kind gewesen. Doch auch sie habe mit der momentanen Situation der Automobilindustrie zu kämpfen. Bis September 2008 lief ihr Geschäft jedoch nach ihren Angaben „normal“. Ihr Großvater gründete das Haus im Jahr 1924. Damals noch als Wagnerei und Radflickerei. Helga Egner führt das Autohaus bereits in dritter Generation. Peter Kammerer, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für München und Bayern, beschrieb die momentane Lage der Wirtschaft: „Definitorisch befinden wir uns in einer Rezession“. Schuld daran seien gestiegene Energie- und Rohölpreise, ein Rückgang der Nachfrage in Industrie und Schwellenländern, aber auch die höheren Tarifabschlüsse. Doch nicht nur negative Aspekte wurden aufgegriffen. Sehr erfreut war Kammerer über die hohe Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Rund 18 000 neue Ausbildungsverträge konnten unterschrieben werden. Doch auch hier bestünde ein Problem: Die Anzahl von qualifizierten Schulabgängern ließe zu Wünschen übrig. Viel zu viele Ausbildungsplätze würde es auf dem Arbeitsmarkt geben. Steuerberater und Rechtsanwalt Rudolf Pauli hielt im Rahmen der Sitzung einen Vortrag zur Erbschaftssteuer-Reform. Damit wollte er das komplexe und oft nicht zu verstehende Thema erklärbar machen. Gremiums-Vorsitzender Rainer Beeck beendete die Veranstaltung mit einem Blick ins nächste Jahr. Einige Themen stehen auch 2009 auf der Tagesordnung des IHK-Gremiums: Stärker Zusammengerabeitet werden soll mit den politischen Entscheidungsträgern. Auch soll die Verbesserung der Infrastruktur soll im kommenden Jahr ins Auge gefasst werden sowie die Finanzkrise.

Auch interessant:

Kommentare