Selbst das RKI warnt - Sind die FFP2-Masken überhaupt für den täglichen Gebrauch geeignet?

Unser neuer Freund, die FFP2 Maske
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Unser neuer Freund, die FFP2 Maske

Erding – Sie liegen eng auf der Haut und machen das Atmen schwerer – nach den mitunter recht bequemen „Community-Masken“, an die wir uns inzwischen gewöhnt hatten, kam nun das Upgrade auf den „großen Bruder“, die FFP2-Masken. Bestimmt hatten die meisten von uns bis vor kurzem noch nie von diesen Masken gehört. Worum genau handelt es sich also?

FFP2-Masken sind Partikelfilter, die bislang von geschultem Personal im handwerklichen und medizinischen Bereich für jeweils kurze Zeitperioden eingesetzt werden.

Bayern machte nun eben diese Masken zur Pflicht in Einzelhandel und im öffentlichen Personennahverkehr. Doch sind diese Masken überhaupt dafür geeignet, im Alltag getragen zu werden?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist auf seiner Homepage auf Folgendes hin: „Beim korrekten Einsatz von FFP2-Masken besteht ein erhöhter Atemwiderstand, der die Atmung erschwert. Deswegen sollte vor dem Tragen eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung angeboten werden, um Risiken für den Anwender individuell medizinisch zu bewerten.“ Weiter heißt es, gemäß den Vorgaben des Arbeitsschutzes sei die durchgehende Tragedauer dieser Masken bei gesunden Menschen auf etwa 75 Minuten begrenzt, mit folgender halbstündiger Pause.

Dies bezieht sich wohlgemerkt auf den zweckgerichteten Einsatz von FFP2-Masken im Gesundheitswesen. Über den Masseneinsatz im Alltag gibt es bislang keine Studien. Eben deshalb muss das RKI darauf hinweisen, dass beim Einsatz von FFP2-Masken bei Personen mit z.B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen negative gesundheitliche Auswirkungen nicht auszuschließen sind.

In einem Artikel der Fränkischen Landeszeitung wandten Journalisten sich an die bayerische Staatskanzlei und baten um Aufklärung bezüglich der Frage, wie die Vorgaben des Arbeitsschutzes mit der FFP2-Maskenpflicht zu vereinen sind.

Die Staatskanzlei leitete diese Anfrage an das Gesundheitsministerium weiter – das sich wiederum nicht zuständig fühlte und auf das Wirtschaftsministerium verwies. Aber auch hier leitete man nur weiter zum Sozialministerium, das letztlich zu dem Schluss kam, es sei doch das Gesundheitsministerium zuständig (spätestens hier konnten die Journalisten sich die Parallele zu Karl Valentins Buchbinder Wanninger nicht mehr verkneifen). Konkret beantwortet wurde die Anfrage letztendlich nicht. - phi

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