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Spende an Familie aus Fraunberg

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Symbolische Scheckübergabe im Münchner Hof (v.li.): Vitus Ehrenthaler, Anni Gfirtner und Hermann Kraus junior. © Josef Ehrenthaler

Die Geldspende geht heuer an Sandra Humm, die bei einer Gasexplosion im Mai ihren Ehemann, ihre Tochter sowie das Haus und alles Hab und Gut verloren hat. Mittlerweile wohnt sie mit ihren beiden Söhnen bei Verwandten im Landkreis Erding.

Erding – An die Tradition des früheren „Lange-Zeile-Festes“ mit seinem Identität stiftenden und integrativen Charakter knüpft die Idee des „Turmschieber-Biergartens“ beim Erdinger Altstadtfest am Kraus-Eck an. 

Im Zentrum dieser Kooperative von Hermann Kraus jun. und den Brüdern Josef jun., Jakob und Vitus Ehrenthaler vom Wirtshaus Münchner Hof steht hierbei nicht der Profit, sondern die aktive Mitgestaltung einer lebendigen Stadtgemeinschaft und der bayerischen Lebenskultur. 

Seit dem ersten Turmschieber-Biergarten beim Altstadtfest im Jahr 2014 bis zum Jahr 2018 konnte die stolze Gesamtsumme von 13.200 Euro an soziale Projekte, Hilfseinrichtungen oder einzelne Bedarfsträger übergeben werden. 

Auch in diesem Jahr wurde der Reingewinn in Höhe von 3.500 Euro aus dem Betrieb des Biergartens wieder für einen wohltätigen Zweck gespendet. Die Initiatoren des Turmschiebergartens mussten gar nicht lange überlegen, an wen das Geld heuer gehen soll. 

Anni Gfirtner, 3. Bürgermeisterin der Gemeinde Fraunberg, wurde nämlich durch die lokale Presse auf das Spendenprojekt aufmerksam und hat sich spontan mit ihrem Anliegen an die Biergartenbetreiber gewandt. Hermann Kraus jun. und Vitus Ehrenthaler freuten sich nun, die Summe von 3.500 Euro im Münchner Hof symbolisch an Frau Gfirtner übergeben zu können. 

Der Betrag wurde bereits über die Gemeinde Fraunberg an die eigentliche Spendenempfängerin weitergeleitet. Das Anliegen von Anni Gfirtner hat die Initiatoren auf Anhieb überzeugt: Sie unterstützt als Nachbarin nach Kräften die im Gemeindebereich Fraunberg lebende Familie von Sandra Humm, die bei der Gasexplosion in Rettenbach im Ostallgäu ihre Tochter und ihren Ehemann verloren hat. 

Sandra Humm wurde lebensgefährlich verletzt und überlebte das Unglück nur knapp. Sie konnte mit schwersten Brandverletzungen gerettet werden und schwebte lange in Lebensgefahr. Ihre beiden Söhne, 6 und 10 Jahre alt, befanden sich zum Unglückszeitpunkt auf einem Spielplatz und blieben somit körperlich unversehrt. 

Sie leben jetzt bei den Eltern von Sandra Humm in der Nähe von Maria Thalheim. Familie Humm traf das Unglück völlig unverschuldet: Eine Gasleitung, die am Haus vorbeiführte, ist vermutlich bei Bauarbeiten beschädigt worden. 

Aus dem Leck strömte dann offenbar Gas durch das Erdreich in den Keller, das sich dann im Haus durch einen elektrischen Funken schlagartig entzündete. Da bei der Explosion das gesamte Haus mit allen Habseligkeiten inklusive Auto vollkommen zerstört wurde, herrscht bei den Humms nun Bedarf an allen Ecken und Enden. 

Auch die Kostenübernahme für die körperliche und psychische Genesung ist noch nicht abschließend geklärt, da der Hauptversicherte der Familie der verstorbene Ehemann von Frau Humm war. Somit besteht langfristig kein Krankenversicherungsschutz für Sandra Humm und ihre Kinder mehr. 

Auch die Kreditraten für das vor fünf Jahren neu gebaute und nun völlig zerstörte Haus müssen trotz Totalverlust der Immobilie noch abbezahlt werden. Leider ist von offizieller bzw. staatlicher Seite für solche heftigen, individuellen Schicksalsschläge eine spezielle Unterstützung nicht vorgesehen. 

Für unverschuldete, außergewöhnliche Notlagen dieser Art gibt es in Deutschland keine gesonderten Hilfesysteme. Letztlich droht der Familie am Ende neben der noch lange andauernden Bewältigung ihrer körperlichen und seelischen Verletzungen nun auch noch der soziale Abstieg durch die völlige Abhängigkeit von Hartz-IV-Bezügen.

Hilfe und Spenden Da Familie Humm bei der Explosion unverschuldet alles verloren hat, was zum Leben gehört, fehlt es ihr derzeit nicht nur an Geld, sondern auch an (Winter-) Kleidung und Spielzeug für die Buben, am Hausstand und zukünftig auch an einem Auto. Wer helfen möchte, kann sich über die Gemeinde Fraunberg oder direkt per Mail (anna.gfirtner@freenet.de) an die dortige 3. Bürgermeisterin Anni Gfirtner wenden. 

Finanzielle Hilfe ist auch über den Allgäuer Hilfsfonds unter dem Verwendungszweck „Familie Humm“ möglich: Sparkasse Allgäu; DE94 7335 0000 0000 0028 57; BYLADEM1ALG oder Raiffeisenbank KemptenOberallgäu eG; DE04 7336 9920 0000 8848 80

hjk

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