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Stoppt die Hitze-Hysterie! Wir müssen wieder lernen, den Sommer zu genießen

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Während wir über die Hitze jammern, ist der Sommer schon wieder halb vorbei
Während wir über die Hitze jammern, ist der Sommer schon wieder halb vorbei © PM/Anna_Om

Die Stimmung ist angespannt und gereizt. Freibäder ändern ihre Öffnungszeiten, Busse ignorieren Haltestellen, um den rettenden Schatten zu erreichen und die Politik versucht verzweifelt, uns vor dem Verdursten zu warnen. Kurz gesagt: Wir sind in akuter Lebensgefahr!

So wie die Bahn jedes Jahr wieder vom Wintereinbruch überrascht wird, so wurden wir dieses Jahr hinterrücks und völlig unerwartet von der Sommerhitze überrollt. Über 30 Grad im Juli – wie konnte das passieren?!

Die Sommerhitze wurde zum überbordend thematisierten Todfeind stilisiert. Endzeitstimmung machte sich breit. Unsere Aussicht auf Überleben? Offenbar sehr gering. Jede Unannehmlichkeit des Alltags scheint derzeit universal mit ‚dieser Hitze‘ begründet zu werden. Auf Wetterportalen ist von ‚extremen Wärmebelastungen‘ die Rede. Das Feindbild Sommer scheint vollendet.

Es ist eine Tatsache, dass in den letzten Jahren eine allgemeine Sensibilisierung im Bezug auf Wetter und Klima stattgefunden hat. Das bringt viel Positives für die Zukunft. Es kann aber auch Probleme erzeugen, wo überhaupt keine sind.

Vielleicht explodieren wir ja doch nicht wie Vampire, wenn das Sonnenlicht uns trifft! Lernen wir also wieder, den Sommer zu genießen. Er ist kurz genug.

Philip Heggmair

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