Bildung im Landkreis

16 Studierende von der Landwirtschaftsschule in Erding verabschiedet

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Abschlusssemester der Landwirtschaftsschule mit Lehrkräften

Erfolgreicher Nachwuchs für die Landwirtschaft

Das beginnende Frühjahr kündigt nach kalten und dunklen Wintertagen mit den sich öffnenden Knospen einen neuen Aufbruch an – aber nicht nur in der Natur ist dies zu sehen. Auch in der Landwirtschaftsschule steht das Abschlusssemester nach anstrengenden und nervenaufreibenden Schulwochen vor der Entlassung. Die feierliche Schulschlussfeier fand am Freitag im Landratsamt in Erding statt. „Die Landwirtschaft braucht junge, gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Sie können daher auf das Erreichte stolz sein, denn in der Landwirtschaftsschule wird viel geistiges Können, aber auch Fleiß verlangt“, bekräftigt Otto Roski, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Erding und der Landwirtschaftsschule Erding. Die Zeugnisverleihung ist ein Moment des Aufbruchs im Leben der 16 Absolventen, die jetzt den Titel „Staatlich geprüfte Wirtschafter für Landbau“ führen dürfen. Unter diesen befinden sich auch drei Frauen, die Beweis dafür sind, dass Landwirtschaft längst keine reine Männerdomäne mehr ist.

„Die Landwirtschaftsschule richtet sich vorrangig an künftige Betriebsleiter in der Landwirtschaft, die hier die Grundlagen der Unternehmensführung lernen. Dabei geht es nicht nur um das Erkennen natürlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Umweltrechtliche Belange wie Wasser-, Boden-, Bienenschutz und Biodiversität sowie Tierwohlaspekte spielen eine zentrale und unübersehbare Rolle“, erläutern die Lehrkräfte. Mit Hilfe einer eigenständig erstellten Buchführung analysierten die Studierenden ihre landwirtschaftlichen Betriebe. Darauf aufbauend wurden Stärken und Schwächen herausgearbeitet und beurteilt. Auf dieser Basis entwickeln die angehenden Betriebsleiter Optimierungslösungen und Ziele für die zukünftige Bewirtschaftung ihrer Betriebe. Neben der klassischen Landwirtschaft werden hier auch Diversifizierungslösungen wie zum Beispiel Direktvermarktung durchdiskutiert.

Trotz vielfältiger Möglichkeiten steht die Landwirtschaft heute vor großen Herausforderungen. Die Nachfrage nach hochwertigen und billigen Nahrungsmitteln soll wie selbstverständlich von den Landwirten bedient werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an tier- und umweltgerechtere Produktionsverfahren unter dem Aspekt der Förderung der Biodiversität. So ist enormes produktionstechnisches Geschick und betriebswirtschaftliches Fachwissen der Betriebsleiter gefordert, um kostengünstig zu Konkurrenten und Importeuren produzieren zu können. Der zunehmende bürokratische Aufwand und die steigenden Standards an hochwertige Lebensmittel erfordern von den erfolgreichen Absolventen auch zukünftig die Bereitschaft zur steten Fort- und Weiterbildung. „Leistet Euren Beitrag zum Dialog mit den Verbrauchern! Beteiligt Euch in Euren Dörfern und Gemeinden aktiv an den öffentlichen Diskussionen über landwirtschaftliche Themen und informiert Interessierte darüber, wie Ihr Nahrungsmittel produziert“, appellierte Otto Roski an die Studierenden.

Mit der Attraktivität des Schulstandorts Erding zeigt sich Otto Roski als Schulleiter zufrieden. Die Landwirtschaftsschule Erding weist eine überregionale Bedeutung auf. So setzte sich der aktuelle Abschlussjahrgang aus 6 Studierenden vom Landkreis Erding, 4 vom Landkreis München und je drei aus den Landkreisen Ebersberg und Freising zusammen. Das zweite Semester startet heuer mit 21 Studierenden. Bei Interesse an einer Ausbildung in der Landwirtschaft können Sie sich auf der Internetseite des AELF Erding oder unter der Telefonnummer (0 81 22) 48 00 weiter informieren.   - Dr. Josef Schächtl

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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