Sturzflut-Management-Konzept

Sturzflut-Management Fraunberg – das Konzept steht

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Neugierig schaute Bürgermeister Hans Wiesmaier (li.) schon mal in einen der vielen Ordner des Sturzflut-Konzepts für die Gemeinde Fraunberg, die Diplom- Ingenieur Heiko Nöll von der CDM Smith Consult GmbH aus München geliefert hatte

Das Gesamtergebnis ist nun eine Grundlage für Rückhaltemaßnahmen im Gemeindegebiet in verschiedenen Ortsteilen und Abflussgebieten

Fraunberg – Sehr zur Freude von Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier überreichte Heiko Nöll von CDM Smith Consult in München das von der Gemeinde 2018 in Auftrag gegebene Sturzflut-Management-Konzept, das durch ein Sonderförderprogram der Regierung mit 90 Prozent gefördert wurde. Drei komplette Sätze mit jeweils 180 Plänen, Darstellungen und vielen Konzepten hatte der Diplom-Ingenieur zur Übergabe mit einer Sackkarre in den Sitzungssaal geschafft. Die bei Starkregenereignissen hochwassergefährdete Gemeinde Fraunberg war 2018 für die Erstellung eines Sturzflut-Risikomanagements mit dem Ziel „erkennen, warnen und schützen“ als Pilotgemeinde ausgewählt worden und hatte dafür aus den Händen von Ministerin Ulrike Scharf vom Bayerischen Umweltministerium einen Förderscheck von 150.000 Euro erhalten. 

Wiesmaier bedauerte, dass die mit der Aktion verbundenen Workshops mit den Bürgern coronabedingt nicht stattfinden konnten. „Wir werden aber zu gegebener Zeit der Bürgerschaft das Konzept erläutern. Entscheidend ist in der Konzeption nicht der Plan, sondern was ist in der Umsetzung möglich“, so der Bürgermeister. Fachmann Nöll erörterte die Vorgehensweise zur Erstellung des aufwendigen Sturzflut-Konzepts: Zuerst wurde eine Bestandsanalyse von den acht fließenden Gewässern, 46 Flusskilometern und 60 Hektar Gemeindegebiet gemacht. Dann die Begebenheiten-Topografie in Modelle gebracht. Anschließend wurden mit digitalen Gemeindemodellen verschiedene Regenereignisse sowie Überflutungsszenarien simuliert. 

Das Gesamtergebnis ist nun eine Grundlage für Rückhaltemaßnahmen im Gemeindegebiet in verschiedenen Ortsteilen und Abflussgebieten. „Da können manchmal schon Rückhaltebecken, Gräben oder kleine Mauern ausreichen“, aber auch Eigenschutz privater Flächen durch ihre Besitzer sei wichtig, so der Diplom-Ingenieur. Wiesmaier möchte das Material nun schnellstmöglichst sichten und freut sich, dass wir nun eine Plangrundlage haben. Denn eine Gemeinde schaffe das alleine nicht. „Wir dürfen der Zufälligkeit nicht mehr diesen Raum geben.“ - to

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