Flucht vor Assad 2016 - vorbildliche Integrierung in Deutschland

Syrische Asylbewerber bedanken sich bei der Erdinger Bevölkerung

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OB Max Gotz mit Ayyat und Ahmat Shhade (v.li.)

Erding – Es war im Februar 2016, als Ayyat Shhade mit ihrer Familie nach der Balkanroute in Erding ankam. Sie waren aus Syrien vor dem Krieg, aber auch vor dem Terror Assads geflohen. Im Schlauchboot kamen sie über das Meer nach Griechenland und erreichten nach vielen Strapazen Erding. 

Andere Familienmitglieder flüchteten schon früher und hatten ein Quartier in Sundern im Sauerland gefunden. Deshalb verließen auch sie die Shelterschleife, um die Familie wieder zusammenzuführen. Am Erdinger Bahnhof lernten sie unter anderem Andreas Faltermaier kennen, der dort den Flüchtlingen mit Rat und Tat weiter half. Heute sind sie in ihrer neuen Heimat angekommen. Ayyat studiert bereits seit vier Semestern Medizintechnik, zwei Brüder machen eine Ausbildung; einer studiert Bautechnik, einer geht ins deutsche Gymnasium und Ahmat arbeitet und studiert nebenbei. Die Eltern sind in einen Beschäftigungsprogramm und lernen fleißig deutsch. Eine Schwester hat in Deutschland ein Kind bekommen und ist in Elternzeit, gleichzeitig ist sie noch als Dolmetscherin tätig. Alle Kinder sprechen fließend und akzentfrei Deutsch. 

Eine Modellfamilie und ein Vorbild an Integration, deshalb ist vermutlich auch der Kontakt nicht abgerissen und vor wenigen Wochen besuchte Ayyat und ihr Bruder die Herzogstadt. Gewohnt haben sie in der Zeit im schönen Kemoding. Die ersten Orte, die man aufsuchte, waren die Shelterschleife, leider nur von außen und den Erding Bahnhof. Dort wurden Erinnerungen wach. Der Erdinger Oberbürgermister Max Gotz erkläre sich sofort bereit, das Gespräch mit den beiden zu suchen. Dort bedankten sie sich ausdrücklich bei der Erdinger Bevölkerung für die gute Aufnahme in Erding. Das freute den Oberbürgermeister sehr und er zeigte sich beeindruckt vom Weg, den die Flüchtlingsfamilie gemacht hat. Er überreichte ihnen noch ein Geschenk der Stadt, dann machten sie sich daran, die Stadt, die sie 2016 nur kurz erlebt hatten, besser kennenzulernen.
Es waren eindrucksvolle Tage in Erding, der Umgebung und in München und Kemoding. Glücklich und zufrieden traten sie Ihre Heimreise an. Der Kontakt wird bleiben und die tollen Eindrücke ebenfalls. - anf

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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