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Tierschutzverein sucht Holzspenden

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Diese beiden Kaninchen suchen auch ein neues, artgerechtes Zuhause. © privat

Um die vielen abgegebenen Kaninchen artgerecht unterzubringen, wollen die Tierschützer eine Scheune am neuen Tierheim bei Kirchasch bauen und bitten um Hilfe.

Kirchasch – „Wir sind überfüllt mit Kaninchen“, sagt Christa Manschek. Die Vorsitzende des Erdinger Tierschutzvereins bittet deshalb um Holzspenden, gerne auch sägerau für den Bau einer Scheune, um die Tiere artgerecht unterbringen zu können.Immer wieder muss sich Manschek über unvernünftige Menschen ärgern. Gleich am ersten Tag der Eröffnung des neuen Tierheimes bei Kirchasch wurden 23 Kaninchen angeliefert. „Ein Mann hielt sie in seinem Keller und wir haben sie auch noch abholen dürfen.“ Und es reißt nicht ab. „Wir vermitteln zwei und kriegen dafür drei rein“, sagt die engagierte Moosenerin. Vor allem echauffiert sie sich darüber, dass Kaninchen immer wieder im großen Stil ausgesetzt werden. In der Nähe von Langenpreising mussten die Ehrenamtlichen des Tierschutzvereins schon mal 19 Tiere auf dem Feld einfangen. Gerne würden sie auch auf der freien Wiese, in Parks oder im Straßengraben ausgesetzt. Humaner sei es da immer noch, die Nager direkt beim Tierschutzverein abzugeben. So ist es auch bei den süßen beiden weißen Kaninchen (Foto) gewesen. Ein Mann habe sie vorbeigebracht, gleich im Käfig, obwohl es angeblich Fundtiere waren. Auch zahlreiche Meerschweinchen und einige Chinchillas haben im Tierheim eine neue Unterkunft gefunden. Problem sei, so Manschek, dass es die kleinen Tiere in jedem Baumarkt zu kaufen gebe. Erst, wenn man sie daheim habe, erkenne man, dass sie auch Arbeit und Dreck machen. Im neuen Tierheim wurde für sie zwar extra ein kleiner Raum vorbehalten, der platze aber bereits aus allen Nähten. Wenn es schön wird, sollen die Kaninchen deshalb draußen untergebracht werden, in einer Scheune mit Ausläufen, die in Eigenleistung gebaut werden soll. „Das müssen wir jetzt organisieren.“ Kaninchen seien ja keine Haustiere und im Grunde nicht für Kinder geeignet. Es sei tragisch sie im Käfig zu halten. Unten eine Plastikschale, oben Gitterstäbe, sagt Manschek und fügt an: „Wir haben schon Kaninchen bekommen, die total vergammelt, verfilzt, verdreckt und deren Nägel eingewachsen waren. Eines hatte sogar ein ganz gelb verpisstes Fell.“ Waschen half hier nicht mehr. Zusammen mit der Taufkirchener Tierärztin Conny Aigner habe sie das Tier geschoren.Kaninchen leben normalerweise in großen Gruppen draußen und buddeln sich Höhlensysteme, erklärt die Expertin. „Das sind ihre Bedürfnisse“ und nicht in einem beengten Käfig ihr Dasein zu fristen.Wer also Holz und vielleicht einen Bauwagen übrig habe, möge dies dem Tierschutzverein überlassen. Der Bauwagen werde benötigt, um Heu, Stroh und Futtermaterial unterzubringen. Ehrenamtliche Männer seien vorhanden, die die Scheune bauen würden. Optimal wäre auch ein Fachmann, ein Zimmerer, der bereits im Ruhestand ist, und den Ehrenamtlichen mit seiner Anleitung behilflich sei. Bei Fragen ist Manschek unter Tel. (0 80 84) 84 39 zu erreichen.til

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