Fantastische Fotografie

„Verfallene Gebäude“: Die Quartalssieger des Fotoclubs Erding stehen fest

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Nach Abschluss des vierten Quartalwettbewerbs steht beim Fotoclub Erding der Gesamtsieger fest: Clubvorsitzender Lothar Ritze-Bodenstein (links) gratuliert Erich Mansfeld zur Clubmeisterschaft. Beim 4. Quartalswettbewerb kam Mansfeld vor Sieger Dr. Michael Sachweh (Mitte) auf Platz zwei. Dritter wurde Vorjahresclubmeister Norbert Senser (rechts).

Dr. Michael Sachweh gelang die beste Aufnahme – Erich Mansfeld ist Clubmeister

Erding – Manche dieser Fotos führen in surreale Sphären und wirken wie Relikte aus einer anderen, vergangenen Welt: Beim Wettbewerb zum Thema „Verfallende Gebäude“ hatten die Mitglieder des Fotoclubs Erding interessante Bilder eingereicht. 

Ihre Aufnahmen sind Zeugnisse der Vergangenheit, die manchmal durch die morbide Schönheit des Verfalls faszinieren. Manche Fotos zeigen den Stillstand der Zeit und in manch anderem Bild kann man beim Blick in das Vergangene den Geist eines Ortes nachspüren. 

Die meisten Punkte erhielt unter den 53 eingereichten Fotos die Aufnahme „Zahn der Zeit“ von Dr. Michael Sachweh. Der Meteorologe und Leiter eines privaten Wetterdienstes in Erding war beim Stormchasen in Oklahoma unterwegs.

Das ist ein abenteuerliches Hobby, um Unwetter auszumachen, zu beobachten, zu verfolgen und gegebenenfalls zu filmen oder zu fotografieren. Die „Sturmjäger“ sind dabei stundenlang mit dem Auto unterwegs. Sachweh verfolgte ein sehr fotogenes Unwetter. Schließlich fand er die pittoreske Stelle mit dem verfallenen Haus im Vordergrund.

Eine letzte Auflockerung vor dem heranziehenden Hagelunwetter tauchte Haus und Wiese in ein fahles Licht, wodurch die dunkle Gewitterwand dahinter umso bedrohlicher erschien. 

Nach Island müsste man reisen, wenn man das bei Fotoreisenden beliebte und bekannte Haus „Dagveroará“ auf der Halbinsel Snæfellsnes ablichten möchte. Dort war Erich Mansfeld (Moosinnig) mit Mitgliedern des Fotoclubs unterwegs. „Zufällig haben wir von der Straße aus dieses Haus gesehen und sind dann dort hingefahren“, sagt Mansfeld. 

Er war aber der Einzige, der bei prasselndem Regen aus dem Auto ausstieg und die Ruine fotografierte. Die anderen Mitfahrenden waren schon von den vorherigen Stopps durchnässt. 

Der Lohn für den Tatendrang von Mansfeld war Platz zwei. Auch Norbert Senser (Inning) war einmal mehr erfolgreich. „Voice of Amerika“ landete auf Rang drei sowie weitere Aufnahmen von ihm auf Platz vier und fünf. Auf seinem Bild sieht man ein Teil der Ruinen des ehemaligen Senders „Voice of America“ (VOA), zu deutsch die Stimme Amerikas. 

Reste der Anlage, deren Betreten verboten ist, sieht man heute noch in der Nähe von Hallbergmoos. Mit Abschluss des vierten Quartalswettbewerbes steht auch der Clubmeister fest. Dies wurde Erich Mansfeld vor Claus Langheinrich und Oliver Schabenberger. Allerdings hatte Vorjahresclubmeister Norbert Senser bei drei Quartalswettbewerben pausiert. Bauersachs

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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