1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Erding

„Verkehr steigt täglich“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gefüllt bis auf den letzten Platz war das Vereinsheim des FC Langengeisling während der Bürgerversammlung. 	Foto: kg
Gefüllt bis auf den letzten Platz war das Vereinsheim des FC Langengeisling während der Bürgerversammlung. Foto: kg

Langengeisling

– „Geordnete und solide Finanzen“ stellte Bürgermeister Max Gotz auf der Bürgerversammlung in Langengeisling vor. Ein Hauptthema der rund vierstündigen Veranstaltung im Vereinsheim des FC Langengeisling war auch in diesem Jahr die Nordumfahrung ED 99. „Das hat in Erding auch Tradition“, sagte Stadt-Chef Gotz in Hinsicht auf Erdings Finanzen. Die finanzielle Sicherheit der Stadt wolle er auch weiter beibehalten. Die Hebesätze der Stadt hätten ein Kontinuum, da „wir mit beiden Beinen auf dem Boden hantieren“. „Die Region gewinnt an Bedeutung und Einfluss, wenn Erding Große Kreisstadt wird“, sagte Landrat Martin Bayerstorfer. Ein auch für ihn wichtiges Thema sei die Nordumfahrung. „Der Landkreis hätte sich auch vornehm zurückhalten können“, so Bayerstorfer in Hinblick auf das gemeinsame Projekt des Landkreies und der Stadt. Zwei „riesen Vorteile“ würden in seinen Augen bestehen. Zum einem sei es die „Zusage der jeweiligen Ministerpräsidenten zum höchstmöglichen, staatlich zuslässigen Födersatz und zum anderen der Umlandfond, „den ich damals im Nachbarschaftsbeirat eingerichtet habe“. Von den insgesamt darin enthaltenen 100 Millionen Euro wurden vorab zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Dieses Geld wird ausschließlich für die Nordumfahrung verwendet“, fuhr er fort. Auch weiterhin prüfe man Anregungen für andere Trassenführungen. Allerdings müsse nachweisbar sein, dass es keine ökologisch bessere Lösung gäbe. Die zahlreichen Vorschläge, die Straße quer durch den Fliegerhorst zu führen, wies er ab. „Dann wären 60 Hektar Ausgleichsfläche nötig“, so Bayerstorfer. „Selbstverständlich werden weiterhin Eventualitäten geprüft. Aber viel können wir nicht mehr probieren. Wir haben wenig Zeit und der Verkehr steigt täglich.“ Mit der Parallelstraße „Neue Römerstraße“ würde man es schaffen, die Menschen vor Ort zu entlasten. Bayerstorfer weiter: „Der Verkehr muss gebündelt und so eine Verbesserung erreicht werden.“ Martin Neumaier aus Langengeisling freute sich, dass eine Parallelstraße in Sicht ist. Allerdings sehe er eine Fehlplanung im Bereich des Wasserturms. Seine Befürchtung: Die Entstehung eines Nadelöhrs. Bürgermeister Gotz sah diese Überlegung als richtig an. „Wir sollten festhalten: Es ist ein Entwurf, aber an der Stelle wäre es nicht die Ideallösung“. Den schlechten Zustand der Alten Römerstraße bemängelte Anwohner Martin Ludwig. Hier würden unbeladene Lastwagen aufgrund der Unebenheiten der Straße Lärm verursachen. „Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar“, so der Langengeislinger. Bürgermeister Gotz versicherte, dass der Straßenbaumeister sich vor Ort ein Bild mache. Selbiger Meinung war auch Neumaier. Auch er wies auf die „schlechten Straßenverhältnisse“ hin. kg

Auch interessant

Kommentare