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Waldarbeit und Rosenkranz

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Sohn Manfred und Tochter Hannelore mit dem Jubilar Sebastian Ranft © Foto: bs

Bei guter körperlicher Verfassung und bester geistiger Frische feierte Sebastian Ranft im Cafe Härtl seinen 90. Geburtstag.

Wartenberg – In Thenn, Gemeinde Auerbach, kam er zur Welt und auf dem Wimmer- Hof des Onkels wuchs er zusammen mit seiner Muter auf. Nach der Volksschule machte er eine Lehre als Brauer bei der Wartenberger Brauerei Reiter, wo er bis Mitte der 60er Jahre gearbeitet hat. Zum Krieg wurde er nach Italien einberufen und kam nach kurzer amerikanischer Gefangenschaft nach Hause. Seine Gertrud, eine geb. Nitsche, die als Heimatvertriebene aus Gablonz, Sudentenland, nach Wartenberg gekommen war, heiratete er 1953. Der Ehe entsprangen Sohn Manfred, der derzeitige Wartenberger Bürgermeister, und Tochter Hannelore, und vier Enkel Barbara, Julia, Alexandra, Simon erfreuen Opa und Oma.Sebastian Ranft war bis zum Renteneintritt bei der Fa. Heinz, Moosburg als Fahrer eines Müllsammelfahrzeugs beschäftigt und erlebte so die Anfänge der Müllabfuhr im Landkreis Erding mit. Zuletzt war er mit seinem Fahrzeug bei BMW in München eingesetzt. Nach seinem Renteneintritt arbeitete er als Hausmeister im St. Josefsheim und fuhr bis zu seinem 80. Geburtstag zweimal in der Woche für die Fa. Brandmaier in Erding Eier nach München. Seine Leidenschaft ist die Waldarbeit, wo er für sich und seine beiden Kinder auch noch heute Brennholz macht. Er beschränkt sich aber mittlerweile darauf, täglich nur noch einen halben Tag mit Waldarbeit zu verbringen.Der sonntägliche Kirchenbesuch Ist für ihn als gläubiger Katholik eine Selbstverständlichkeit. Er versäumt auch, seit er im Ruhestand ist, kaum einen Rosenkranz. Seit über 50 Jahren nimmt er jeden Sonntag an dem Rosenkranz teil, der um 12 Uhr - früher in der Friedhofskirche - in der Kapelle des Josefsheims stattfindet. Zum Geburtstag gratulierten neben Landrat Bayerstorfer und Pfarrer Bartkowski auch der Kriegerverein, der Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein sowie die KAB und natürlich auch der Sohn in der Funktion als Bürgermeister. Josef Adelsberger als Vertreter des Arbeitervereins verfasste für seinen Nachbarn ein Gedicht, das er selbst in seiner unnachahmlichen, humorigen Art bei der Feier im Cafe Härtl vortrug.bs

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