Förderverein übernahm 25.000 Euro Restaurierungskosten

Wallfahrtskirche in Maria Thalheim: Restaurierung der sechs Seitenaltäre ist abgeschlossen

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Vorsitzender des Fördervereins Hans Wiesmaier überreichte an Diakon Christian Pastötter (v.li.) im Beisein von Landrat Martin Bayerstorfer (2. Vorsitzender) den Spendencheck über 25.000 Euro für die Restaurierung eines Seitenaltars. Hinten (v.li.) die stolzen Mitglieder des Fördervereins Willi Auer, Kathrin Wiesmaier, Ulrike Scharf, Franz Obermaier, Gerhard Hilger und Kirchenpfleger Erwin Daschinger

Maria Thalheim (to) – Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten der sechs hochwertigen Rokoko-Seitenaltäre und der Kanzel in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt sind nach gut einem Jahr abgeschlossen. Ende Juli hatte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege die ausgeführten Arbeiten, die letztendlich 236.455 Euro kosteten, von der Firma Preis & Preis aus Regensburg anstandslos mit der selten vergebenen Note 1+ abgenommen. Bei einem Ortstermin machten sich nun die Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt der Wallfahrtskirche höchstpersönlich ein Bild von den nun wieder herrlich strahlenden Altären und überreichten an Diakon Christian Pastötter einen Spendenscheck über 25.000 Euro. 

Der Förderverein hatte es sich vorab zur Aufgabe gemacht, den Leonhardsaltar, einen der sechs Altäre, finanziell selbst zu übernehmen, um an Spendengelder der Stiftungen zu kommen. „Eigentlich wollten wir die Fertigstellung groß mit der Kirchengemeinde Feiern, trotz Corona werden wir noch einen Rahmen finden, das Ergebnis vorzustellen“, sagte Bürgermeister Hans Wiesmaier. Finanziert und ermöglicht worden war der weitere Restaurierungsabschnitt der Wallfahrtskirche durch 95.655 Euro Eigenmittel (kirchlicher Anteil) und Zuschüssen vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege 48.000 Euro, Bayerische Landesstiftung 23.650 Euro, Bezirk Oberbayern 35.500 Euro, Bausche Barockstiftung 10.000 Euro und vom Landkreis und der Gemeinde Fraunberg jeweils 11.800 Euro. Insgesamt hat die Renovierung der Wallfahrtskirche (Raumschale, Hochaltar, Seitenältäre und Kanzel) in den letzten 12 Jahren 1,4 Millionen gekostet, wusste Pastötter. Förderverein-Chef Wiesmaier freute sich, dass dieses hohe Rokoko-Gut der Wallfahrtskirche in die Zukunft getragen wird und bedankte sich bei Motor und Antreiber Pastötter. 

Wiesmaier warnte allerdings: „Wir müssen aufpassen, dass unsere Kultur nicht Gesicht- und Geschichtslos wird. Ich prophezeie einen Kampf für das Kulturgut in der katholischen Kirche, wenn ich derzeit die Austrittszahlen sehe.“ Pastötter: „Es ist großes passiert im Stillen, was wir jetzt nicht machen, passiert nimmer.“ Auch jetzt in der Corona-Zeit ist die Wallfahrtskirche ein großer Anlaufpunkt für die Gläubigen. Besonders am Wochenende und Feiertags kommen viele auch über den Marienweg, da ist gewaltig was los! Die Wallfahrt hat im Landkreis Erding eine große Bedeutung. Eingesetz für finanzielle Restaurierungshilfen von der bayerischen Landesstiftung hatten sich auch Mitglieder des Fördervereins, wie die Thalheimer Abgeordnete MdL Ulrike Scharf. „Mir geht heute das Herz auf, wenn man im Schatten der Kirche lebt“, freute sie sich. Auch der Landkreis hatte gespendet, Landrat Martin Bayerstorfer (stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins), der nach Wiesmaiers Ansicht das Glaubensbekenntnis lebt und sich als beliebter Wallfahrer nach Maria Thalheim zum Juwel Wallfahrtskirche outete, versprach zudem, „irgendwie nächstetes Jahr wieder eine Landkreiswallfahrt zu ermöglichen.“ Am Ende stellte Pastötter auch schon die nächsten Restaurierungsarbeiten vor. Angedacht sei es das Prospekt der Orgel, Schätzung 11.000 Euro sowie das Metall-Trenngitter zwischen den vorderen und hinteren Sitzreihen neu herzurichten, Schätzung 27.000 Euro. 

Derzeit habe der Förderverein noch 22.000 Euro in der Kasse, sagte Schatzmeisterin Kathrin Wiesmaier. „Wir haben den Mut, in die Zukunft zu investieren. Deshalb lautet unsere Botschaft, wir brauchen in den nächsten zwei Jahren 5000 Euro, um die Gitter zu machen“, sagt Vorsitzender Hans Wiesmaier. Pastötters Wunsch wäre es, zeitnah auch noch den Turm aussen herzurichten. Die Wetterseite sehe schon länger nicht mehr gut aus. Das wird sicherlich auch noch einmal 100.000 Euro bis 150.000 Euro verschlingen und ist ohne Zuschüsse nicht zu machen. 

Das Spendenkonto: Förderverein Wallfahrtskirche Maria Thalheim, bei der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen eG IBAN: DE78 701 695 66 000 89 00 566

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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