Wartenberg – Wiege der Wittelsbacher

Hartwig Sattelmair (Hintenli.) und Dr. Heike Kronseder informierten fundiert über Wartenbergs Historie. Foto: hk

Wartenberg – Bei sommerlichem Wetter war das Interesse an einer Ortsführung durch Wartenberg groß. Veranstalter war das Katholische Bildungswerk Erding, der Titel der Veranstaltung lautete: „Wartenberg - Wiege der Wittelsbacher“.

Etwa 30 Kultur- und Heimatfreunde hatten sich um die Mariensäule versammelt, um mit dem Kreisheimatpfleger Hartwig Sattelmair und der Kunsthistorikerin Heike Kronseder einige schöne Ecken in Wartenberg geschichtlich zu erforschen. Da Wartenberg noch mehr als Wittelsbacher Historie birgt, wurde im Rathaus begonnen. Dort gibt es bedeutende Gemälde. Heike Kronseder erzählte von der Künstlerkolonie Wartenberg, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstand. Viele Maler, wie Carl Hans Schrader-Velgen, sein Schüler Georg Klaus, Robert Weise, auch Professor Franz Xaver Stahl und viele andere entdeckten aus der Kunstakademie heraus schöne Orte, um in der Natur unter freiem Himmel zu malen. Neben großformatigen Bildern von Schrader-Velgen im Sitzungssaal ist in der Kunstvitrine im Rathaus derzeit eine Ausstellung mit Gemälden von Georg Klaus zu sehen und im Rathaus-Foyer wurde die Bronze-Figur „Bruni“ von der Bildhauerin Christiane Horn bestaunt. Weiter ging es dann zum Nikolaiberg hinauf, wo Hartwig Sattelmair die Geschichte der Wittelsbacher, die Geschichte der Burg Wartenberg und auch Ortsgeschichtliches erzählte. Im Schatten des Gedenksteins an Wartenbergs großer Bedeutung innerhalb der Bayerischen Geschichte lauschten alle den eloquent und mit viel Detailwissen dargebrachten Ausführungen Sattelmairs. Im kühlen Nikolaikirchlein wusste er dann viel zur Historie, zur Ausstattung und auch zu früheren Renovierungsarbeiten zu berichten. Das Wittelsbacher Jagdhaus, das urkundlich erstmals 1409 erwähnt ist, war im 16. Jahrhundert das Geschenk für Herzog Ferdinand und seine Braut Maria Pettenbeck. Heike Kronseder konnte über die Hausgeschichte von der Verwendung als Jagdschlösschen für die Gesellschaften der Wittelsbacher bis zur Nutzung als Schule, als Firmengebäude und als Künstlerhaus viel zum besten geben. Hartwig Sattelmair führte dann die Gruppe vom Jagdhaus hinunter zur Pfarrkirche. Ein herrlicher Hochaltar, zwei Seitenaltäre und zwei Nebenaltäre schmücken die Kirche. Sattelmair beendete den kulturellen Wartenberg-Spaziergang mit Ausführungen zur Baugeschichte. Applaus und rege Diskussionen waren ein feiner Abschluss eines Kulturnachmittags bei bester Stimmung und schönstem Frühlingswetter. Alle waren sich einig: „Wartenberg hat viel zu bieten“. hk

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