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Wasserwacht bekommt endlich „g’scheite“ Ausstattung

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Siegfried Ippisch (l.) wurde bei der ersten PBA-Sitzung von Oberbürgermeister Max Gotz vereidigt. © Brückner

Oberbürgermeister Max Gotz nutzte die die erste Sitzung des Planungs- und Bauausschusses (PBA), um den neuen Stadtrat Siegfried Ippisch zu vereidigen.

Erding – Ippisch fehlte entschuldigt bei der konstituierenden Sitzung des Stadtrates am Dienstag, 6. Mai, wegen eines weit vorab gebuchten Aufenthaltes in Kanada. Weil er Mitglied im PBA ist, hat ihn Gotz flugs vereidigt, bevor irgendwelche Beschlüsse gefasst wurden. Dass er im neu gegründeten Ausschuss richtig besetzt ist, konnte der Wasserwachtsvorsitzende Ippisch gleich beim ersten Tagesordnungspunkt beweisen. Architekt Richard Falterer und Ingenieur Rolf Wieder stellten die Planung und die Kostenrechnung für die Erweiterung der Wachstation am Kronthaler Weiher vor. Die bestehende Hütte werde bereits intensiv genutzt und nun den Erfordernissen angepasst, so Gotz. Er ließ noch einmal ausholen, um die neuen Ausschuss-Mitglieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Ursprünglich hatte man über einen neuen Standort nachgedacht, doch das Wasserwacht-Haus bleibt da, wo es bisher stand, und wird durch An- und Neubauten erweitert. Damit könne man die bestehenden Räumlichkeiten weiter nutzen und trotzdem den modernen Anforderungen Genüge leisten. Stadtbaumeister Sebastian Henrich sagte, dass die beiden Gebäude, die künftig am Kronthaler Weiher stehen, wegen der gleichen Wand- und Firsthöhe sowie der Dachneigung zusammengehören würden, wie Bruder und Schwester. Das Architekturbüro Falterer zeichnete bereits für das bestehende Haus verantwortlich und hat nun die Kostenrechnung für die Planung vorbereitet. 640.000 Euro wird die Maßnahme brutto kosten, weitere 60.000 Euro kommen für eine Photovoltaik-Anlage hinzu. Der Ausschuss sorge mit einer positiven Entscheidung für die Maßnahme endlich dafür, dass das Naherholungsgebiet Erding Nord, das sich großer Beliebtheit erfreue, und von der Wasserwacht ehrenamtlich betreut werde, „eine g’scheite Ausstattung“ erhalte und dem Besucheransturm gerecht werden könne. Es sei keine Goldrandlösung, sondern eine sinnvolle Planung, die dort verwirklicht werde, sagte Harry Seeholzer von Erding Jetzt. Freilich, Herbert Maier (Grüne), alter Hase im Stadtrat, hatte Einwände. So wollte er wissen, ob das Dach in Kupfer ausgeführt werde, Falterer antwortete ihm, dass man eine Zinklösung bevorzuge. Auch das sei, gerade am Wasser, wegen der Schwermetallausschwemmung kritisch zu sehen, meinte Maier. Doch Henrich sagte, dass man im Zweifelsfall entsprechende Filtervorrichtungen einbauen könne. Auch die Kosten für die Photovoltaik-Anlage sah er als zu hoch angesetzt. Wenn man sich an den gängigen Marktpreisen orientiere komme man da auf weit niedrigere Beträge, sagte er. Wieder erklärte, dass er sich an Ausschreibungen orientiert habe, die sein Büro für andere Projekte ausgesandt habe. „Wenn es jetzt billiger ist, ist das von Vorteil für die Stadt“, sagte er. Als Maier schließlich vorschlug, auf die noch billigere Solarenergie umzusteigen, weil der Nutzungszeitraum für Warmwasser und Duschen ja auf den Sommer beschränkt sei, schleuderte ihm Henrich entgegen, dass man kein Dusch- und Badehaus plane, sondern eine Wasserwachts-Rettungsstation, die das ganze Jahr über funktionieren solle. Letztlich stimmte der Ausschuss der Planung zu, denn auch die Kostenmehrung im Vergleich zur Schätzung in Höhe von 40.000 Euro oder etwa sechs Prozent sei äußerst gering, sagte Henrich auf eine entsprechende Anfrage von Dr. Markus Marschall (SPD). Abweichungen von 30 Prozent nach unten oder oben seien durchaus üblich und auch im jetzigen Stadium der Kostenberechnung könne man oftmals mit rund 20 Prozent Ungenauigkeit in beide Richtungen kalkulieren, so der Stadtbaumeister.ab

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