Von Werten und Weißbier

Belinda Matous, Andi Brenninger (Vertrieb), Josef Westermeier (Geschäftsführer), Regisseur Hans Steinbichler, Wolfgang Kuffner (Marketing) und Heike Gräf nach der gelungenen Weltpremiere des neuen Erdinger TV-Spots beim Steinkrug-Posen Fotos: til

Erding – Wenn beim Erdinger Weißbräu gefeiert wird, dann aber richtig. So auch bei der Weltpremiere zur Vorstellung des neuen TV-Spots, der anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums am vergange- nen Freitag im Erdinger Cineplex Kino vor knapp 200 Gästen, darunter viele Politiker, Vereinsvorsitzende und Ehrenamtliche, vorgestellt wurde. Und der Spot ist gerade Mal 45 Sekunden lang.

Doch darin stecken jede Menge Herzblut, Arbeit und sehr viel Geld. Denn ein Drehtag koste zwischen 50.000 und 60.000 Euro, erklärte Geschäftsführer Josef Westermeier im Interview mit Mode- rator Hans Moritz, Chefredakteur des Erdinger Anzeigers. Die Wirkung von Werbung erkannte Weißbräu-Chef Werner Brombach schon lange vor seinen Mitbewerbern. Bereits 1975 wurde der erste TV-Spot, eine feiernde Gesellschaft auf einem Isar-Floß mit dem bekannten Erdinger Weißbier-Jingle lanciert und sorgte dafür, dass die Privatbrauerei mit derzeit 480 Mitarbeitern über Bayern hinaus bekannt wurde. Der alte Spot wurde dem Publikum nochmals gezeigt, ebenso wie Werbefilme mit Kalle Rummenigge (1982) und Franz Beckenbauer oder das „Making of“ des aktuellen Films. Um die Lebensfreude, die Gastlichkeit und den Genuss, für die das Erdinger Weißbier steht, auch bestens zu transportieren, wurde Regisseur und Grimme-Preisträger Hans Steinbichler (Hierankl) engagiert. Um einerseits die tradierten Werte Qualität, Brauchtum, Heimatgefühl und Identität, aber auch Lebensfreude und Lässigkeit im Spot glaubhaft und in einfachen Bildern zu vermitteln, war der Chiemgauer vor eine „gewaltige Herausforderung“ gestellt, wie er zugab. Alles in allem dauerte es ein Jahr, bis der Spot fertig gestellt war. Die ersten Gespräche fanden im April 2010 statt, die letzten „Felder“ wurden vor zehn Tagen verschoben, so der Regisseur. Und weil sich die Privatbrauerei immer noch als Familienunternehmen versteht und dort noch „sehr viel aus dem Bauch“ heraus entschieden werden, war es für Steinbichler gar nicht so einfach, alle Geschmäcker zu treffen. Denn nicht nur die Chefetage wurde nach ihrer Meinung gefragt, auch der Bierfahrer und die Sekretärin, erzählte er. In dem Spot sind sowohl Ausschnitte alter Werbefilme, etwa der Tanz aus der Bauernhochzeit aus den 90er Jahren oder die Glücksmomente mit „Kaiser“ Franz von 2003 zu sehen, als auch erstmals das Erdinger Stammhaus. Nicht im Film erscheinen wollte Brauerei-Chef Brombach, der am Freitag bei minus 20 Grad beim deutschen Biathlon-Team in Chanty-Mansijsk weilte. An seiner Stelle verkörpert ein Schauspieler den Erdinger-Inhaber, der im Spot handschriftlich notiert, was der Privatbrauerei am Herzen liege. Sprecher ist Schauspieler Gerd Anthoff (Der Kaiser von Schexing). Auch der altbekannte Jingle ist natürlich zu hören. Allerdings dem Anlass entsprechend von den Münchener Philharmonikern interpretiert, um dem Ganzen eine feierlich-bayerische Note zu verpassen. Am Sonntag, 20. März, um 20.13 Uhr können alle Fernsehzuschauer die offizielle Spot-Premiere dann auf allen deutschen Privatsendern erleben. Begleitet werde sie von unterschiedlichsten Werbemaßnahmen, so Westermeier. Unter anderem einer weiteren Novität, die neben der Weltpremiere zum Geburtstag präsentiert wurde: ein historischer, limitierter Steinkrug vom Erdinger Weißbräu inklusive 3-Liter-Freibier-Gutschein, der bei allen Steinkrug-Wirten einzulösen ist. Diese Replik eines Originals von 1890 mit typischen Krammspuren und Zinndeckel gibt es für 25 Euro für jeden Sammler und Erdinger-Fan zu kaufen. Anschließend feierten die Gäste noch ausgelassen im eigens installierten Kino-Biergarten bei Schmankerln vom Dangl-Wirt. Alle Spots, das Making of und die Wirteliste finden sich auch unter www.erdinger.de. til

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