Das Wetter im Blick

Mehr Tageslicht, mehr Vogelgezwitscher – aber auch mehr Frühling…?!

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Die Tage werden länger und die Sonnenstrahlen kräftiger: Ab Lichtmess setzt sich mehr und mehr der Frühling durch.

Der Erdinger Diplom-Forstwirt und Wetter-Mann Christian König befasst sich mit dem Wetter, das uns erwartet

Erding – Am 2. Februar war Maria Lichtmess – ein so genannter Lostag; also früher besonders wichtig für die Landwirte, um den weiteren Witterungsverlauf abzulesen. Hier ein paar typische Regeln: Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Oder: Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee. Weiße Lichtmess – grüne Ostern. Und jetzt sind wir eigentlich so schlau wie vorher, denn das Wetter in den ersten Februartagen war eher unauffällig, weder sonnig und warm noch stürmisch und nasskalt. Im Grunde also wie oft bei unserem Klima irgendwas dazwischen – nicht Fisch, nicht Fleisch, Wischiwaschi halt. Dem entsprechend ließe sich also für den weiteren Februar mutmaßen, dass sich nichts Besonderes aus der Wetterküche für uns zusammen braut. Dennoch gibt es zwei eindeutige Phänomene aus der Natur: Die Tage werden spürbar länger und die Vögel beginnen immer intensiver zu zwitschern und ihr Revier samt Nestbau-Ambitionen plus Partnersuche zu verlautbaren! Nimmt man also diese beiden Komponenten zusammen und mixt sie mit längerfristigen Vorhersagedaten, dann können folgende Thesen aufgestellt werden: Jeder Mensch sieht durch seine eigene Brille und filtert die Wahrheiten auch beim Wetter sehr nach persönlicher Wahrnehmung, Stimmungslage und Wunschliste. Das real empfundene Wetter deckt sich eher selten mit den wissenschaftlich definierten Wetterparametern und oft komplex-abstrakt formulierten Vorhersagen. Das individuelle Hoffnungsspektrum auf Schnee, Sonne, Frühlingswärme u.v.m. ist enorm und die Erwartungshaltung chronisch uneinsichtig. Es muss also im Zweifelsfalle bei Nichteintreffen des Wunschwetters schnell ein Schuldiger her: Petrus ist zu abgehoben, Frau Holle meist auf Kundenbesuch oder unpässlich, der Hahn auf dem Mist hat andere Bedürfnisse, als zu krähen und so passiert, was wie schon meine Oma gerne klagte: „Der Radio lügt!“ Kurzum: Wetter ist wie das Leben - es kommt wie es kommt! Deshalb zum Faschingswochenende an dieser Stelle wieder mehr…!ck

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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