Das Wetter im Blick

Hitzewellen, Schafskälte Hochwasser – der Juni hat’s in sich, meistens…

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Der Klatschmohn sorgt in manchen Gärten für reichlich Farbe.

Der Erdinger Diplom-Forstwirt und Wetter-Mann Christian König befasst sich mit dem Wetter, das uns erwartet.

Erding – Die Farbpalette draußen in der Natur ist inzwischen eine Runde weiter. War im April und Mai auf vielen Wiesen und in Gärten noch das Gelb dominant (Löwenzahn, Schlüsselblumen, Raps, Narzissen, Hahnenfuß), so kommt im Monat Juni das Rot auffallend markant ins Spiel: Der Mohn, die Pfingstrosen und natürlich generell die Rosen in den vielen (Hobby-)Gärten, aber auch die oft knallroten Geranien in den Balkonkästen… 

Passend dazu ist gerade jetzt in den Pfingstferien für diejenigen, die daheim bleiben wollen – oder müssen – möglichst häufig die typisch bayerische Himmelsfarbenmixtur WEISS-BLAU! Die hat übrigens rein gar nichts mit den dekorativen Quellwolken am blauen Firmament zu tun. Da müssen wir schon 800 Jahre zurück in die mittelalterlichen Zeiten der Ritter und Burgen. Damals besann man sich zur Unterscheidung von Freund und Feind und letztlich hoch offiziell in Adelskreisen auf die weiß-blauen Rauten als Wappenzeichen. 

Historie hin oder her – ob dieser Juni bei uns in der Region einen heißen Sommertanz mit reichlich Badewetter, einen gehörig verregneten Rückfall als klassische Schafskälte oder gar ein weiteres berüchtigtes Pfingsthochwasser abliefern wird? Diese Frage lässt sich wie eigentlich immer in unseren klimatisch chaotischen Klimabreitengraden erst hinterher passgenau einordnen. Und nach dem bisherigen Witterungsschlingerkurs durchs Frühjahr muss man wohl von einen äußerst kunterbunten Strauß an Wetterkapriolen ausgehen… 

So wird es in diesem früher auch als Rosenmond bezeichneten ersten meteorologischen Sommermonat zwischen himmelhoch jauchzend und tageweise pitschnass-frustriert hin und her schwanken. Aus einem weniger freizeitkonsum-orientierten Blickwinkel würde aber die Aussage „der Juni verlief unauffällig und recht wenig sommerlich“ gerade für die Wachstums- und einsetzende Reifephase der Pflanzenwelt optimal sein! 

Und auch die Landwirte haben meist herzlich wenig gegen ausreichend Regen um diese Jahreszeit. Schließlich haben wir Sonnenhöchststand und damit maximale Verdunstungsraten. Und das würde dem geneigten Hobbygärtner nicht nur das gehäufte Schleppen von Gießkannen, sondern in der Regel auch einiges an Trinkwasserverbrauch zum Rasensprengen ersparen…  ck

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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