Wird Erding eine fahrradfreundliche Kommune?

Erding Innenstadt Schöner Turm
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Ob die Stadt Erding den Titel „fahrradfreundliche Kommune“ bekommt, wird sich im November herausstellen

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern wird die Kreisstadt im November unter die Lupe nehmen

Markt Schwaben – Erding hat gute Chancen, von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) als Mitglied aufgenommen zu werden, teilt die Stadt Erding in einer Pressemitteilung mit. Die Entscheidung fällt bei der so genannten Hauptbereisung im November. Bei einem virtuellen Treffen am Mittwoch zogen Stadt und AGFK eine erste Bilanz.
In seinem Vortrag erläuterte Christian Famira-Parcsetich, Leiter der Stadtentwicklung im Erdinger Rathaus, welche Maßnahmen die Kommune seit dem Mitgliedsantrag 2017 unternommen hatte. Bei der damaligen Erstbereisung hatte die AFGK eine Aufgabenliste erstellt. Famira-Parcsetich verwies unter anderem auf verschiedene bauliche Maßnahmen. So führte die Stadt Radschutzstreifen in der Alten Römer- und Freisinger Straße ein, markierte gefahrenträchtige Kreuzungsbereiche von Radwegen und Straßeneinmündungen oder generell unübersichtliche Stellen.

Darüber hinaus errichtete die Stadt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Abstellanlagen oder Fahrradständer, um Radfahren attraktiver zu machen und das Erscheinungsbild mancher Straßen zu verschönern. Zum ersten Mal wies die Kommune außerdem der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) entsprechende „Fahrradstraßen“ aus. Dazu wurden Bereiche der Franz-Xaver-Stahl-Straße, der Langen Feldstraße und der Straße Am Stadion erklärt.
Neben baulichen Veränderungen förderte die Stadt den Radverkehr durch speziell gestaltete Infotafeln an den großen Einfallstraßen ins Stadtgebiet, die einheitliche und informative Beschilderung von Radrouten sowie die Plakataktion „Abstand halten“ an 25 Standorten sowie auf den Stadtbussen. Die Aktion soll Autofahrer dazu sensibilisieren, besondere Rücksicht auf Radfahrer zu nehmen. Als Meilenstein gilt das 2020 verabschiedete Mobilitätsentwicklungskonzept (MEK) für das gesamte Stadtgebiet. Darin flossen Erkenntnisse des bereits 2013 erstellten Radverkehrskonzepts ein.
Bevor AGFK-Vertreter im November zur Hauptbereisung nach Erding kommen, forderte Geschäftsführerin Sarah Guttenberger die Stadt auf, einen Zeitplan für die zweite Phase des MEK vorzulegen und einen höheren Zielanteil für den Radverkehr im MEK anzustreben.
Außerdem sollen bereits abgearbeitete Maßnahmen des Radverkehrskonzepts und der AGFK-Liste in einer Bilanz zusammengefasst sowie weitere Infos zum Radverkehr auf der Stadt-Homepage bereitgestellt werden. Der AGFK gehören derzeit 83 Kommunen und Landkreise, darunter München, Nürnberg und Augsburg. - Christian Wanninger

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