Zusätzlicher neuer Richter am Amtsgericht Erding

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Amtgerichtsdirektorin Ingrid Kaps (r.) begrüßte den neuen Richter Robert Kinzler an ihrer Behörde.

Das Amtsgericht Erding ist seit dem 1. Juni 2018 um einen zusätzlichen Mann reicher. Robert Kinzler heißt der neue Richter, der im Ermittlungs- und Zivilrecht eingesetzt ist

Die Fälle am Amtsgericht Erding steigen laut Leiterin Ingrid Kaps stetig an. Im Juli hatte das Amtsgericht insgesamt 477 Eingänge zu verzeichnen, 2700 bis 2800 waren es ihrer Meinung nach im ersten Halbjahr insgesamt. Sie schätzt, dass es bis Ende des Jahres 400 Fälle mehr als im letzten Jahr sind. Deshalb sei Kinzler auch bitter nötig gewesen, sagt sie. Das sei von Minister Winfried Bausback versprochen worden, als er anlässlich der Umwandlung des Erdinger Gefängnisses in eine Abschiebehaftanstalt zu Besuch hier weilte und ganz schnell umgesetzt worden, freute sie sich. 

Der 31-jährige Kinzler ist in Worms geboren, hat seine Schulzeit in Stuttgart verbracht, weshalb er sich auch mit dem Projekt Stuttgart 21 bestens auskennt, und seine zweijährige Referendarzeit bei der Justiz in München abgeleistet. Danach ist er für zwei Jahre nach Nürnberg gegangen und hat dort bei der Staatsanwaltschaft von 2014 bis 2016 gearbeitet. Doch dann zog es ihn wieder zurück nach München, woher seine Mutter stammt, zur dortigen Staatsanwaltschaft am Gericht München I, wo er auch ein paar Zivilsachen übernahm und dann auf eigenen Wunsch ans Amtsgericht Erding wo er seit 1. Juni auch ist. 

Zu seinen Hobbys zählt der ledige junge Mann Lesen, Fußball (und da speziell den VFB Stuttgart, wie er verschämt zugibt) sowie sein Interesse an Geschichte und amerikanischen Sportarten, wie Baseball, erzählt er. Wohnen tut er in München, ziemlich zentral, so dass das S-Bahnfahren für ihn kein Problem ist. „Das wird auch noch eine Weile so bleiben“, sagt er. 

Kaps ist froh, dass sie nun eine Stelle mehr hat, fürchtet aber, dass sich das nicht positiv auf die Gesamtbilanz auswirkt. Das Amtsgericht in Erding belege noch Platz eins unter allen Amtsgerichten in Bayern, was die Belastung betreffe, in der Rechtspflege Platz fünf. Besonders schwierig sieht sie die Situation am Flughafen. „Wir erfahren nix, vielleicht gehen die ja alle freiwillig und friedlich und wir haben damit keine Arbeit“ sagt sie. Aber das sei auch das Spannende am Amtsgericht. Wenn man glaube, alles im Griff zu haben, dann sei plötzlich, von einem auf den anderen Tag, alles ganz anders, weiß die Richterin aus Erfahrung.  - ab

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