Berufliches Schulzentrum Wippenhauser Straße

Architektenwettbewerb: Ein „gemeinsames Ganzes“ schaffen

Podiumsdiskussion
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Das Bild von dem Podium im Großen Sitzungssaal des Freisinger Rathauses zeigt (v.l.): Florian Plajer, Landratsamt; Landrat Helmut Petz; Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher; Stadtbaumeisterin Barbara Schelle und Architekt Peter Scheller.

Mit einem ersten Architektenwettbewerb hat die Landkreisverwaltung die seit 2012 bestehenden Pläne, das Staatliche Berufliche Schulzentrum in der Wippenhauser Straße zu überplanen, in die Tat umgesetzt.

Bei einer Videokonferenz am Mittwoch wurden die Planungsvorschläge der zehn Architektenbüros vorgestellt, die aus den insgesamt 22 eingereichten Vorschläge als Sieger hervorgingen.

Wie Landrat Helmut Petz betonte, soll auf dem insgesamt über 20 Hektar großen Areal zunächst in einem ersten Bauabschnitt die Staatliche Berufsschule neu errichtet werden. In einem zweiten Bauabschnitt sollen dann mögliche Erweiterungen für die FOS/BOS und die Staatliche Wirtschaftsschule hinzukommen.

Dabei bezeichnete er das Bauvorhaben nicht nur als das Größte, was der Landkreis bisher in Angriff genommen hat, sondern auch zugleich einen wichtigen Baustein für die Stadt Freising. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher wies bei der Videokonferenz zunächst darauf hin, dass es sich bei dem vorgeschalteten Wettbewerb zwar noch um keine Bauleitplanung handele, die eingereichten Vorschläge aber städtebaulich eine hohe Qualität aufwiesen und sich harmonisch in die umgebende Landschaft einfügen würden. Bei den Vorschlägen sei es deshalb seiner Meinung in erster Linie besonders auf die Wahrung städtischer Interessen und alternativer Verkehrsführungen hinsichtlich der Erschließung gegangen.

Großbauvorhaben: Situation führe zur baulichen Weiterentwicklung der Stadt Freising

Dieser Meinung schloss sich auch die Freisinger Stadtbaumeisterin Barbara Schelle an. Sie bezeichnete das Großbauvorhaben als „besondere Situation, die wesentlich zur baulichen Weiterentwicklung der Stadt Freising führe“. Ziel sei es dabei, ein „gemeinsames Ganzes“ zu schaffen. Für den Landkreis als Bauherr beantwortete Florian Plajer, Leiter der Abteilung Hoch- und Tiefbau im Landratsamt, die Frage, was der Landkreis als Bauherr eigentlich wolle.

Nachdem festgestellt worden sei, dass die Bausubstanz des bestehenden Gebäudes der Staatlichen Berufsschule nicht mehr den Anforderungen entspreche, sei der Beschluss gefasst worden, dieses neu zu errichten und sowohl Mensa als auch Außenflächen für die spätere gemeinsame Nutzung mit der FOS/BOS und der Staatlichen Wirtschaftsschule zu ermöglichen.

Wichtig als städtebaulicher Rahmen seien daher die Situierung der zukünftigen Schulbauten, deren Erschließung auch für den Schülerbusverkehr, sowie das Parkkonzept. Dazu kämen eine Aufwertung und Begrünung der Wippenhause Straße, eine mögliche Öffnung des Wippenhauser Grabens, ein öffentlicher Grünzug mit Sport- und Freizeitflächen im Westen des zukünftigen Campus, die Stärkung und Ergänzung der Fuß- und Radwege, eine städtebauliche Fassung des Stadteingangs im Norden sowie eine mögliche Neuordnung oder Erweiterung der DEULA.

Architekt Peter Scheller, Vorsitzender der Jury, stellte in der Videokonferenz dann kurz die Grundzüge der zehn siegreichen Vorschläge vor. Die Preisträger selbst konnten dann in kurzen Videos ihre Vorschläge noch einmal präsentieren.

Bei der abschließenden Fragerunde ging es von Seiten der Teilnehmer in erster Linie um die zukünftige Verkehrsführung in der Wippenhauser Straße, die aufgrund ihrer Enge besonders für Radfahrer eine große Gefahr darstellt. Hierzu wies Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher darauf hin, dass diese zwar nicht unbedingt Bestandteil der vorgestellten Planungen sei, sich die Stadt Freising über die Situation aber sehr wohl bewusst ist und sich im Zuge der weiteren Planungen diesem Thema widmen werde.

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