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Bahnposten 15 "eine Zumutung"?

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„Mit meinem Kinderwagen geht es ja eigentlich noch“, sagt diese Freisingerin (rechts). Trotzdem unterstützt sie eine hilfsbereite Dame, den kleinen Vitus wohlbehalten in und durch die Unterführung, die die Altstadt mit Lerchenfeld verbindet. zu bringen. „Eine Rampe“, müsste es sein, denn ein Kinderwagen mit nur drei Rädern muss unweigerlich angehoben werden.
„Mit meinem Kinderwagen geht es ja eigentlich noch“, sagt diese Freisingerin (rechts). Trotzdem unterstützt sie eine hilfsbereite Dame, den kleinen Vitus wohlbehalten in und durch die Unterführung, die die Altstadt mit Lerchenfeld verbindet. zu bringen. „Eine Rampe“, müsste es sein, denn ein Kinderwagen mit nur drei Rädern muss unweigerlich angehoben werden.

Für

Fußgänger ist der ehemalige Bahnposten 15, der die Freisinger Heiliggeistgasse unterirdisch mit der Parkstraße verbindet, die einzige zentrale Verbindung zwischen Altstadt und dem größten Stadtteil Lerchenfeld. Eltern mit Kinderwägen, Senioren mit Rollatoren, Behinderte mit Rollstühlen haben es, darauf hat die Gruppierung „Freisinger Mitte“ mehrfach hingewiesen, nicht immer einfach, diese Unterführung zu durchqueren: Zu dunkel, nicht barrierefrei. Ihr Antrag: Der Ausbau müsse absoluten Vorrang im Haushalt der Stadt erhalten. „Wer sich das ausgedacht hat...“ meckert eine Rad fahrende ältere Passantin und demonstriert die „Zumutung: Wie soll icxh denn mit dieser Rinne mein Fahrrad einigermaßen gscheit runter bringen? Das ist hier doch alles viel zu eng, da hätten sie sich die Fliesen auch sparen können. Die sind ja eh schon total verkratzt“. Bereits mehrfach thematisiert wurde der so genannte Freisinger „Bahnposten 15“. Insbesondere für Personen mit Kinderwagen oder Gehwagen ist es nicht die einfachste Aufgabe, die Bahnunterführung zwischen Lerchenfeld und der Innenstadt zu benützen. Um eine barrierefreie Durchquerung zu ermöglichen, hat die Stadtratsfraktion der Freisinger Mitte einen Antrag bei der Verwaltung eingereicht, in dem sie den Umbau fordert. Erste Voruberlegungen fur einen Ausbau der Unterfuhrung gibt es bereits sowohl vonseiten der Stadt als auch vom FSM-Arbeitskreis fur Stadtentwicklung, der unter der Leitung von Florian Schindler und Markus Unterstein die Fraktion mit ihrem Antrag unterstutzt. So sollen in den knappen Haushalt der Stadt für das Jahr 2013 ein Etat für den barrierefreien Ausbau der Unterführung eingestellt werden, so der Antrag der FSM, der an Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher übergeben wurde. Auf breitere Rampen und auch eine bessere Beleuchtung werden als vordringlichste Verbesserungspunkte fokussiert. FSM-Fraktionsvorsitzender Hans Hölzl räumt dem Bahnposten 15 Priorität ein......genau wie Freisings Finanzreferent Ulrich Vogl (ödp), der aber Zweifel ob der Finanzierung - Stichwort Westtangente - hat. Vogl: „Ein ganz wichtiges Projekt, das auch die ödp in ihrem 30 Punkte-Projekt hat. Schon vor zehn Jahren war klar, dass hier was gemacht werden muss, doch unter Oberbürgermeister Dieter Thalhammer wurde das Vorhaben zurückgestellt. Ein Problem sehe ich bei der Finanzierung - wenn die Westtangente weiter verfolgt wird. Unsere Kostenschätzung für die Stadt Freising hierfür liegt bei 30 bis 40 Millionen Euro. Da dürfte für die Unterführung ‘Bahnposten 15’, die meines Erachtens etwa zehn Prozent davon kosten würde, zu wenig übrig bleiben. Was die Eigentumsverhältnisse angeht, bin ich sicher, dass eine große Chance besteht, sich mit den Anliegern zu einigen, denn es wird für die Langrampen, die auf der Stadtseite über die Moosach reichen müssen, sicher mehr Platz als bisher benötigt. Aber da dürfte ein Weg zu finden sein.“ Hölzl: „Zum einen ist es derzeit weder fur behinderte Menschen noch fur Personen mit Kinderwagen oder Fahrradanhanger moglich, die Anlage ohne Schwierigkeiten zu benützen. Zum anderen sollten wir den demografischen Wandel der Freisinger Bevolkerung berucksichtigen. Wie bereits in der Innenstadtkonzeption festgestellt, handelt es sich hier um eine sehr wichtige Verkehrsanbindung fur den nicht motorisierten Verkehr zum großten Stadtteil Lerchenfeld und bedarf einer dringenden Neuordnung. Daher beantragt die Freisinger Mitte, dem Ausbau des ehemaligen Bahnpostens 15 absoluten Vorrang zu geben, die derzeitigen Uberlegungen zu konkretisieren, eine beschlussfahige Planung zu erarbeiten und in den Haushalt 2013 Finanzmittel zum Umbau der Unterfuhrung einzustellen.“

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