Ein Besonderes Konzert:

„Die Banditen“ treiben ihr Unwesen

Szenenfoto aus dem ersten Akt von Jacques Offenbachs Opera Bouffe „Die Banditen“.

Die wochenlangen intensiven Proben haben sich gelohnt. Das Camerloher-Gymnasium hat sich zum diesjährigen Frühjahrskonzert etwas Besonderes überlegt. Im ersten Teil ein traditionelles Konzert. Nach der Pause zogen die rund 300 Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe alle Register ihres Könnens. Sie setzten den ersten Akt von Jacques Offenbachs Opera Bouffe „Die Banditen“ szenisch um.

Zu recht: langanhaltender und tosender Applaus. Das kennt man von den Frühjahrskonzerten des musischen Camerloher-Gymnasiums: anspruchsvolle und perfekt interpretierte Chor- und Orchestermusik aus den verschiedensten Epochen. Für den schwungvollen Auftakt sorgte das Blechbläserensemble (Leitung Gunther Fendler), das unter anderem Freddie Mercurys „Bohemien Rhapsodie“ im musikalischen Gepäck hatte. Das Symphonieorchester (Leitung Sebastian Brand und Till Neumann) präsentierten Josef Haydns Konzert in C-Dur und Edouard Lalos Symphonie Espagnole mit den beiden ausgezeichneten Solistinnen Clara Eglhuber (Violoncello) und Cosima Schwaiger (Violine). 

Mit Stücken von Mozart, Schumann, Howard und Berlin sorgte der Mittelstufenchor (Leitung Verena Egger) vor der Pause für beste Stimmung. Und das erlebte man seit der Aufführung der „Piraten von Penzence“ im Jahre 2013 schon lange nicht mehr: die Aufführung einer Operette, zumindest eines Aktes. Mit der Opera Bouffe „Die Banditen“ von Jacques Offenbach würdigten die Camerloher auch den zweihundertsten Geburtstag des Komponisten. Dass eine Schule sich an diese Operette wagt, ist schon etwas Besonderes. Das große Symphonie Orchester ist ebenso gefordert wie der Chor. Und dann braucht‘s vor allem auch zahlreiche Solisten, die in der Lage sind, in jungen Jahren schon so anspruchsvolle Solis und Arien zu singen. Und über solche Solisten verfügt das Camerloher so viele, dass alle Hauptrollen doppelt besetzt werden konnten.

„Die Banditen“ sind den Camerloher-Schülerinnen und –schülern wie auf den Leib geschnitten. Die fetzige und schwungvolle Inszenierung der komödiantischen Handlung, die von Kleinkriminellen handelt und in der eine Liebesgeschichte natürlich nicht fehlen darf, begeisterte die Zuschauer und vor allem auch Camerloher-Schulleiterin Andrea Bliese. Nach dem Weihnachtskonzert haben die Schülerinnen und Schüler erst ab Januar diesen Abend vorbereiten können. „Ich bin begeistert, was ihr auf die Beine gestellt habt“, bedankte sich Andrea Bliese bei allen Schülerinnen und Schülern und den zahlreichen Lehrkräften.Eine Stadt wie Freising kann sich glücklich schätzen, über so viele junge, musikbegeisterte Menschen zu verfügen, die viele Mühen auf sich nehmen und sehr viel Freizeit opfern, um einen qualitativ so hochwertigen Musikgenuss zu präsentieren.

So ein großartiger Abend kann nur funktionieren, wenn alle im Team perfekt zusammenarbeiten. Ein Musterbeispiel im Schulalltag für die in der heutigen Zeit wichtigen Bereich Teamfähigkeit und soziale Kompetenz. Neben den rund drei Hundert Mitwirkenden waren auch zahlreiche Lehrkräfte tatkräftig mit am Werk: Robert Leutner (Regie), Gabi Forster (Choreographie), Christian Weller (Kulissen und Ausstattung), Gunther und Birgit Brennich sowie Verena Egger (Einstudierung der Solisten und Chöre), Sebastian und Marianne Brand, Gunther Fendler und Till Neumann (Orchestereinstudierung).

Quelle: freising-online

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