Baustellenfrust

Schon kommt das nächste Hindernis

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Die nächste Brücke, die nächste Baustelle, das nächste Verkehrschaos: In Mauern wird ab Frühjahr die Brücke über den Hörgertshausener Bach ersetzt. 

Was in der Verwaltungsgemeinschaft Mauern derzeit verkehrstechnisch abläuft treibt immer mehr Bürger auf die Barrikaden: Die Baustelle an der Brücke über den Mauerner Bach verzögert sich, mit allen Folgen vor allem für die Menschen an der Bachstraße. Dieser Schleichweg wird regelrecht kaputt gefahren von Fahrzeugen, die dort nichts zu suchen haben. Die Sperrung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wird von immer mehr LKW-Fahrern schlicht ignoriert.

„Die Gemeinde kommt mit dem Reparieren kaum nach“, so die Beobachtung des Anwohners Thomas Becker, der sich mit einem wütenden Schreiben an das FORUM gewandt hat. „Wer heute an manchen Stellen ins Bankett ausweicht kann mit dem Fahrwerk auf dem Teer aufsetzen. So tief sind die Bankettschäden.“ Bürgermeister Hans Eichinger ist stocksauer, denn er hat, was die Kosten für die Gemeinde angeht, bereits eine klare Ansage „von oben“ bekommen, die sich nur mit „Pech gehabt“ umschreiben lässt. Es gibt nämlich keinen Cent vom Freistaat, und für über 700 Fahrzeuge pro Tag – so die Zählungen der Anwohner – ist diese Straße einfach nicht gebaut. Stillstand auch am „Ligeder Berg“: Dort hätte seit dem 19. November eigentlich gebaut werden sollen, aber es passiert außer einer Rodung der Büsche am Hang für die Vorbereitung der Arbeiten nichts.

Wie berichtet soll und muss der Hang langfristig stabilisiert werden. Das technische Verfahren steht fest, die Vorbereitungen wären so weit abgeschlossen, und jetzt wartet alles darauf, dass es endlich los geht. Und mit jedem Tag, wo die Anwohner im Bereich „Kirchfeld“ in Volkmannsdorf auf Lösung ihres Anbindungsproblems warten, steigt deren Verdruss. „Blitzableiter“ ist natürlich immer wieder der Bürgermeister, der in diesem Fall aber gar nichts machen kann. Und jetzt kommt eine weitere Vollsperrung dazu: Die Brücke über den Hörgertshausener Bach in Mauern soll ersetzt werden. Das ist schon länger bekannt. Das soll jetzt im Frühjahr passieren, parallel zu der Baustelle am Ligeder Berg in Wang. Ein halbes Jahr Bauzeit ist geplant, eine Behelfsbrücke, wie sie Bürgermeister Georg Krojer vehement seit Monaten fordert, wird vom staatlichen Bauamt abgelehnt mit der Begründung, dass dafür der Verkehr zu gering sei. 9000 Fahrzeuge pro Tag – das ist die amtliche Zahl – müssen also weiträumig umgeleitet werden. 

Am Beispiel „Bachstraße“ lässt sich aufzeigen, wozu das führen wird. „Den innerörtlichen Verkehr müssen wir selbst regeln.“ Krojer zermartet sich seit Monaten das Gehirn, wie das passieren kann. Es gibt die Birkenstraße, die die Gemeinde ursprünglich ausbauen wollte, worauf sie jetzt aber erst mal verzichtet. Die Birkenstraße hat mit der Bachstraße gemeinsam, dass sie als „Schleichweg“ missbraucht werden könnte, mit allen Folgen für die Anwohner. Schon ist von einem drohenden Verkehrschaos die Rede. Es wäre nicht das erste. Eine Stellungnahme vom staatlichen Bauamt war auch nach mehreren Versuchen nicht zu erhalten.

Quelle: freising-online

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