Beistand vorerst nur aus Moosburg

Geht in den „Unruhestand“: Pfarrer Manfred Schwarzhuber. Foto: Kuhn

(kw)

· Am 28. August gibt Pfarrer Dr. Manfred Schwarzhuber seinen Abschiedsgottesdienst in Mauern, danach geht er in den „Unruhestand“, wie im Pfarramt verlautete. Danach kommt noch eine Vertretung nach Mauern, und ab ersten Oktober wird die Pfarrei erst einmal von Moosburg aus betreut. In der Gemeinde hoffen natürlich alle, dass bald ein neuer Geistlicher kommt, denn eine Versorgung von Moosburg her erscheint für viele als Dauerlösung ungeeignet, zumal der dortige Pfarrer Hans-Georg Platschek auch nicht gerade arbeitslos ist. Im Gegenteil! Ein kirchlicher Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte, übte gegenüber dem FORUM harte Kritik: „Man verheizt die, die noch fit sind.“ Nun kennt man im Ordinariat diese Sorgen, und Pressesprecherin Karin Basso-Ricci meinte: „Es ist nicht so, dass die Geistlichen in einer solchen Situation allein gelassen werden.“ Einzelheiten konnte sie aber wegen der Urlaubszeit im Ordinariat nicht mitteilen. Pfarrer Hans-Georg Platschek ging in einem Gespräch mit dem FORUM davon aus, dass die Zeit, wo er die Pfarradministration haben werde, ein, maximal zwei Jahre betragen werde. Er werde die Strukturen strikt trennen, kündigte er an, wollte aber mit Rücksicht auf den Noch-Amtsinhaber noch nicht zu deutlich werden. Es werde eine umfassende Information für die Gemeindeglieder geben. Schwarzhuber ist ein kantiger Geistlicher, dessen Predigten bei manchen wegen ihrer Länge berüchtigt sind. Gemeindeglieder erzählen sich, dass es nicht möglich sei, die Zubereitungszeit des Sonntagsbratens zu kalkulieren. Aber er war auch ein Pfarrer, der da war, der die Feuerwehren bei ihren Hauptversammlungen besuchte und bei der dort fälligen üppigen Brotzeit im Stande war, theologische Debatten anzuzetteln. Unvergessen ist seine Fähigkeit, junge Menschen für die Kirche zu gewinnen. So ist von ihm der Spruch überliefert: „Wer da ist, der darf ministrieren.“ Herrlich war auch jene Episode aus Volkmannsdorf, wo die Feuerwehr eine Prozession absicherte. Der Floriansjünger vorn an der Straße machte seinen Job gründlich. Er kannte den Pfarrer nicht, und so stand der Gemeindeleiter ganz vorn im unvermeidlichen Stau, bis der Prozessionszug in der Kirche verschwunden war. Schwarzhuber grinste breit aus dem herunter gelassenen Autofenster: „Jetzt bin ich mal gespannt, ob die ohne mich anfangen können.“

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