Wirtschaftsschule Freising

Berufsnahe Bildung

Praxisorientiert! Peter Rebmann, Lehrer an der Freisinger Wirtschaftsschule, bei der Arbeit mit einer Übungsfirma. Die Wirtschaftsschule präsentiert sich am kommenden Samstag.

Klar, heute kennt jeder das Gymnasium – schließlich ist es für viele der angestrebte Weg, wenn es heißt, nach der vierten Klasse eine Schule zu wählen. Auch die Realschule ist eine beliebte Alternative. Doch was ist eigentlich mit der Wirtschaftsschule? Sie führt nicht nur wie die Realschule zu einem mittleren Schulabschluss, sondern der erfolgreiche Wirtschaftsschulabschluss beinhaltet durch seine berufsnahe Grundbildung mit wirtschaftlicher Ausrichtung auch die Möglichkeit, im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes und der Handwerksordnung seine Ausbildungszeit im Dualen System zu verkürzen.Allerdings beginnt sie erst mit der siebten Jahrgangsstufe und gehört neben der Fachoberschule/Berufsoberschule und der Berufsschule zum Spektrum der beruflichen Schulen. Die Vorteile sind noch lange nicht überall bekannt. Vielen ist nicht klar, welche hervorragende Qualität die Wirtschaftsschule bietet. „Die Wirtschaftsschule wurde einst gerade deshalb ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler ganz gezielt auf die Herausforderungen in den kaufmännischen Berufen vorzubereiten“, erklärt Erich Irlstorfer, Vorsitzender des Fördervereins „Freunde der staatlichen Wirtschaftsschule Freising e. V.“. Die Freisinger Wirtschaftsschule in der Wippenhauserstraße präsentiert sich am kommenden Samstag, 9. Februar, von neun bis zwölf Uhr und gibt einen aussagefähigen Einblick in den Unterricht und die beruflichen Optionen, die sich daraus ergeben.

„Für mich war der Besuch der Wirtschaftsschule ein absolut gutes Fundament für meinen beruflichen Werdegang“, erklärt Andreas Hadler. Von 2008 bis 2012 besuchte er die Wirtschaftsschule in Freising, heute arbeitet der Schreinermeister in der Planungsabteilung der Firma M-Drei in Garching. „Die Kenntnisse, die uns dort im Bereich Handel, Wirtschaft, Buchhaltung und Unternehmensführung vermittelt wurden, waren die perfekte Basis für die Meisterschule und die Weiterbildung zum Betriebswirt“, fügt er an. Heute arbeitet der junge Schreinermeister in seiner Firma auf dem Niveau eines Universitätsabsolventen, plant Zimmereinrichtungen, erstellt Kostenvoranschläge und trägt Personalverantwortung.

An der Kreissäge steht er nur noch selten. Seine berufliche Basis, die Freisinger Wirtschaftsschule in der Wippenhauser Straße, gibt am kommenden Samstag, 9. Februar, von neun bis zwölf Uhr einen umfassenden Einblick in ihre Vorteile! Auch Alexander Aigner hat sich ganz bewusst für die Wirtschaftsschule entschieden. „Klar, auch in der Realschule gibt es Fächer wie Rechnungswesen, doch bewegt man sich dort bei weitem nicht auf dem Niveau der Wirtschaftsschule“, erklärt er. Was das heißt, zeigt alleine der Unterricht: In kleinen Gruppen können die Schüler an Hand von Übungsunternehmen all das lernen, was sie im späteren Beruf benötigen. 

„Wir arbeiten aus diesem Grund auch mit namhaften Unternehmen aus dem Landkreis Freising zusammen“, erklärt Schulleiter Dr. Werner Kusch. Buchungen im Wareneinkauf oder –verkauf, Angebotskalkulationen, das beherrschen seine Schüler aus dem Stegreif, entsprechend hoch angesehen sind sie bei den Unternehmen. Internationalisierung durch bilingualen Unterricht „Für uns sind gute Kenntnisse in Wirtschaft und im Rechnungswesen eine wichtige Voraussetzung“, so Ausbildungsleiterin Elfriede Graf vom Bankhauses Sperrer in Freising. Besonders angesehen sind dabei die Schüler der Wirtschaftsschule. „Sie erbringen aufgrund ihrer Vorkenntnisse oft sehr gute Leistungen in unserer Bank, aber auch in der Berufsschule, daher kann die Lehrzeit meist erheblich verkürzt werden“, fügt sie an. Um künftig mehr junge Menschen für diese Schulform zu begeistern, soll die Ausbildung dort deutlich internationaler werden. Bilingualer und vor allem ein noch mehr an der Praxis orientierter Unterricht sollen hierfür die Grundlage bilden. 

Bei regionalen Firmen stößt diese Idee auf große Gegenliebe. „Bei uns ist eine erfolgreiche Ausbildung die Eintrittskarte für die persönliche Karriere. Die Wirtschaftsschule bietet hier eine sehr gute Basis“, erklärt Henning Mack, Regionalleiter der Firma Kühne + Nagel in Langenbach. Natürlich ist der erfolgreiche Besuch der Wirtschaftsschule Freising ebenso eine „Eintrittskarte“ für die sich nahtlos anschließende Fachoberschule oder nach einer Berufsausbildung für die Berufsoberschule. Allerdings müssen hier bekanntermaßen gewisse Notendurchschnitte erreicht werden.

Quelle: freising-online

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