Fünf Kilometer Farbe und Vielfalt

Blühflächen: Das Vöttinger Moos strahlt kunterbunt

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Kooperationslandwirt Michael Hubensteiner und Wasserschutzberaterin Christiane Schmidt von Ecozept überprüfen die Ansaat der neuen Blühfläche. 

Sonnenblume, Buchweizen, Borretsch, Phazalia - die Saat ist aufgegangen, und das Trinkwasserschutzgebiet im Vöttinger Moos erblüht jetzt buntesten Farben. Landwirte hatten dort bereits im vergangenen Jahr und auch heuer bis zu zwölf Meter breiteBlühstreifen angelegt. Damit laden sie Blütenbestäuber wie Bienen ein, die für die Erträge in der Landwirtschaft unerlässlich sind.

Freising- Die Saat, die die Landwirte vor genau einem Monat ausgebracht haben, ist aufgegangen. Das zeigt sich jetzt am Rand der Felder im Trinkwasserschutzgebiet im Vöttinger Moos. Auf einer Gesamtfläche von 1,5 ha legten Kooperationslandwirte der Freisinger Stadtwerke artenreiche Blühflächen an. 

Landwirte: Ein Beitrag zum Umwelt- und Wasserschutz

Die Saatgut- und Anbaukosten der Aktion werden von den Freisinger Stadtwerken übernommen, unterstützt werden die Landwirte vom Wasserschutzbüro Ecozept. Seit 26 Jahren sorgen Verträge zwischen Freisinger Stadtwerken und örtlichen Landwirten für eine grundwasserschonende Bewirtschaftung. Im letzten Jahr wurde zusätzlich das Projekt Blühflächen gestartet, bei dem die Landwirte am Rande ihrer Felder drei Meter breite Blühflächen anlegten. In diesem Jahr wurde es fortgesetzt und sogar noch ausgeweitet.

 „Die Bereitschaft der Landwirte für Blühflächen ist deutlich gestiegen“, freut sich Wasserschutzberaterin Christiane Schmidt von Ecozept. Sie hat dieses Jahr acht Landwirte davon überzeugen können, vierzehn Blühflächen anzulegen. Besonders freut es sie, dass die Landwirte in diesem Jahr nicht nur schmale Streifen gesät, sondern bis zu 12 Meter breite Streifen angelegt haben. „Bei einer solchen Breite haben die Insekten wirklich etwas von den Blühflächen. Die Landwirte leisten hier einen guten Beitrag zum Umwelt- und zum Wasserschutz.“ 

Der gesäte Pflanzenmix besteht aus 17 Pflanzenarten. Schon in wenigen Wochen werden auf den Flächen die Blüten von Borretsch, Ringelblumen, Kornblumen, Koriander, Buchweizen, Fenchel, Sonnenblumen, Lein, Esparsette, Klatsch-Mohn, Phacelia, Ölrettich und verschiedenen Leguminosen aufblühen und für Nektar und Pollen sorgen. Wer dann zu Fuß oder mit dem Rad einen Ausflug durch das Vöttinger Moos macht, wird nicht nur den Anblick der bunten Blütenmeere genießen, sondern auch das Summen von Honigbienen, Wildbienen und zig anderen Insekten hören können. 

Blühflächen verbessern die Boden- und Wasserqualität und fungieren zusätzlich als Rückzugsraum für verschiedene Vogelarten und Kleinsäuger. Bunt blühende Ackerstreifen laden zum Verweilen ein - für Mensch und Tier. Blühflächen tragen zum Überleben von Blütenbestäubern bei, die zur Sicherung von Erträgen in der Landwirtschaft unverzichtbar sind. Sie bringen Farbe und Vielfalt ins Feld, fördern Nützlinge, Humusbildung und gleichzeitig den Wasserschutz. 

In Blühflächen wird auf die Anwendung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln verzichtet, wodurch Pufferzonen entstehen. Andreas Voigt, Werkleiter der Freisinger Stadtwerke, steht hundertprozentig hinter dem Projekt und möchte es auch in den nächsten Jahren fortführen, „Wasser- und Insektenschutz lassen sich an dieser Stelle perfekt miteinander vereinbaren - ein guter Grund für uns als Stadtwerke, das Projekt zu unterstützen und langfristig finanziell abzusichern“, so Voigt.

Quelle: freising-online

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