Ausstellung im Bürgerhaus

1275 Jahre Zolling - 110 Jahre Bockerl

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Viel zu sehen gibt es auf der Anlage, die das Bürgerhaus ausfüllt und sich auf den Bereich der Bahn konzentriert, in dem die sehenswerte Ausstellung jetzt läuft.

Es ist weit mehr als eine Modelleisenbahn, sondern Geschichtsunterricht, von dem die Lehrer an der Schule nur träumen können: Am kommenden und darauffolgenden Wochenende von 13 bis 18 Uhr ist die Ausstellung „1275 Jahre Zolling, 110 Jahre Bockerl“ im Bürgerhaus zu sehen und damit natürlich auch während des Adventsmarkts vor dem Rathaus. Der ist als „Frequenzbringer“ schon fest eingeplant.

Und wer glaubt, nach 2013 und 2016 schon alles gesehen zu haben, der wird sich gewaltig täuschen. Die enthusiastischen Bastler vom Verein „Bockerl fahr zua“ haben ganze Bahnhöfe neu dazu gebaut, dazu dramatische Einzelszenen wie der schwerer Unfall bei Zolling im Jahr 1961, als ein Lastwagen von einem Schienenbus erfasst wurde, der Fahrer des LKW nur knapp davon gekommen ist, aber der Sachschaden gewaltig war.Bü Reinhard Altmann hat die Haltepunkte Figlsdorf, Thonhaussen, Attenkirchen und Gründl liebevoll und so originalgetreu wie möglich nachgebildet. Der Verein freut sich schon auf die Rückmeldungen der Gäste. Diese, erzählten Vereinsmitglieder, würden immer wieder mit enorm konstruktiver Kritik Verbesserungen bewirken. Da würden neue Geschichten heraus kommen. Da würden Kontakte zu Zeitzeugen entstehen. Was dieser Verein macht nannte Bürgermeister Max Riegler in der Begrüßung zur Eröffnung Dokumentation geschichtlichen Materials.

Tatsächlich gibt es begleitend eine sehenswerte Bilderausstellung teilweise mit alten Luftbildern, die übrigens aus urheberrechtlichen Gründen keinesfalls abfotografiert werden dürfen, auch nicht mal schnell mit dem Handy, auch wenn es noch so „juckt“. Das Bockerl, zunächst mit schwachen Dampflocks, fuhr durch die Holledau. Natürlich haben die Modellbauer Hopfengärten angelegt, in unterschiedlichen Vegetationsphasen. Liebevoll stellen sie die Hopfenzupf von Hand in dem Hopfengarten dar, die Säcke mit den Dolden, je nach Hopfensiegelbezirk sortiert. Es gibt viel zu entdecken auch für die Gäste, die längst nicht nur schauen dürfen: Auf Knopfdruck steigt ein Heißluftballon auf, fällt ein Baum um, fangen Hühner im Bauernhof zu picken an, steigt Rauch aus der Brandruine auf, fängt ein Wohnmobil sich plötzlich zu bewegen an, und vieles mehr. Die Gäste werden auch sehen, warum der Eisenbahnbetrieb damals so personalaufwändig war: Bekohlungsstationen sind aufgebaut, das Beladen von Hand wird gezeigt.

Eine weitere Besonderheit ist die liebevolle Darstellung des Schlosses von Haag. Wer sich für Heimatgeschichte interessiert ist hier genau richtig, und die kleinen Bahnen haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Dabei haben die Macher aber darauf geachtet, dass das „rollende Material“ aus der Original-Zeit auf den Modellschienen steht. Schließlich gilt es für die Modellbahner, einen Titel zu verteidigen: Die Bronzemedaille für die Wertung „beste Eisenbahnanlage Europas“ bei einer großen Schau in Dortmund.

Quelle: freising-online

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