Neue Anlage eingeweiht

Wird Boule-Sport 2024 olympisch?

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Genau nachmessen musste Richard Bader (links) bei der Einweihung der neuen Boule-Bahn neben dem Lindenkeller.

Die Anhänger des Boule-Sports in Freising können sich freuen; am Donnerstag wurde die neue Boule-Bahn neben dem Biergarten des Lindenkeller eingeweiht.

Und bevor Bürgermeisterin Eva Bönig dazu die Einweihungsrede hielt, ging es erst einmal auf die neue Bahn, um zum ersten Mal die Boule-Kugeln so nah wie möglich an die kleine Zielkugel, genannt Schweinchen, zu werfen. „Welches Schweinchen hätten Sie denn gerne“, fragte Richard Bader von den Freisinger Boule-Freunden. Zur Auswahl standen ein gelbes, ein grünes und ein rosafarbenes; gewählt wurde das rosa Schweinchen. Das erste Spiel, das Stadträtin Susanne Günther gewann, ging sehr knapp aus; ihre Kugel lag nur einen Zentimeter näher am Schweinchen. Als „sehr schönes Thema und eine totale Aufwertung für den Lindenkeller“ nannte Eva Bönig die neue Anlage. Ihr letzter Versuch läge schon über 20 Jahre zurück. Das Spiel habe es schon 460 Jahre vor Christus, also zu einer Zeit als Hippocrates lebte, in einer abgewandelten Form gegeben. „Boule erinnert an Frankreich; dort war es jedoch lange verboten, und erst zur Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 ist es wieder in Mode gekommen“, so Bönig weiter.

Da der Boule-Sport immer mehr Anhänger findet, wird er möglicherweise im Jahr 2024 olympisch. Bönig jedenfalls hofft, dass der Sport mit der neuen Bahn auch neue Freunde findet und viele Freisingerinnen und Freisinger die neue Bahn auch nutzen. „Boule ist eine Kombination aus Sport, Entspannung und Geselligkeit“, stellte sie zum Schluss fest. Es gäbe zwei Typen von Boule-Spielern, bemerkte Richard Bader: „Die einen treffen sich, um zu spielen, und die anderen spielen, um sich zu treffen“. Er wies auch ausdrücklich darauf hin, dass sich jedermann bei Klaus Thermer und Anja Duppelfeld, den Betreibern des Stadtcafes, Boule-Kugeln ausleihen kann und sein Glück auf der neuen Bahn ausprobieren kann. Klaus Thermer wiederum ließ sich nicht lumpen und servierte zur Eröffnung der Bahn französische Häppchen, wie Quiche und Flammkuchen, und dazu auch die passenden französischen Weine. Wie es zur neuen Bahn gekommen ist, schilderte Sportreferent Hubert Weinzierl. Er habe zufällig Richard Bader bei einem Handballspiel getroffen, und dieser habe ihm das Problem mit einer fehlenden Boule-Bahn geschildert. Daraufhin habe er sich schriftlich an Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher gewandt und damit sei das städtische Bauamt ins Spiel gekommen, die innerhalb kurzer Zeit die neue Bahn erbaute. „Ich bin froh, dass die Umsetzung so schnell und gut geschah“, lobte Weinzierl und ergänzte, dass dies ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Verwaltung sei.

Quelle: freising-online

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