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Hans Lorenzers detaillierter Blick in Freisings Keller

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Der Freisinger Historiker Hans Lorenzer ist mehr als zufrieden mit seinem Werk “Freisinger Brauereien und ihre Keller”.

Aktuell beherbergt Freising noch drei Brauereien, und nur die wenigsten wissen, dass es im Lauf der Jahrhunderte nicht weniger als 25 waren. In und unter der Domstadt, denn der “emeritierte” Hauptschullehrer hat sich auch eingehend mit den Kellern der Freisinger Brauereien beschäftigt. Die Ergebnisse hat er nun in einem gut 260 Seiten starken Buch veröffentlicht.

Ohne Recherche  investierte Hans Lorenzer, der 26 Jahre lang an der Hauptschule Neustift als Lehrer tätig war, in die Recherchen für sein nun erschienenes gut 260 Seiten starkes Buch “Freisinger Brauereien und ihre Keller”. Daran schlossen sich weitere zwei Jahre konkrete Arbeit am Druckwerk an. 

Ab kommenden Montag ist “Freisinger Brauereien und ihre Keller”  in den Freisinger Buchhandlungen Rupprecht und Pustet in einer Auflage von 500 Stück erhältlich, und Sigi Lerchl, dessen Sohn Alexander mit “Lerchl Druck” die finale Abwicklung übernommen hat, ist sich sicher: “Das ist interesant für jeden Freisinger, der einen Bezug hat zur Geschichte, oder auch Neuankömmlinge in der Stadt, die sich über die Historie informieren wollen.”

Ein detaillierter Blick ins Buch lohnt sich allemal, schon allein weil Hans Lorenzer einen großen Aufwand betrieben hat: 

“Es bedurfte großer Überzeugungsarbeit vor allem den Privatpersonen gegenüber, die mir ihre Keller geöffnet und mir Informationen gegeben haben.” Die meisten der seit dem Jahr 1040 und zur Blütezeit 25 bewirtschafteten Keller befinden sich heute in Privatbesitz, denn um das Jahr 1850 erfolgte ein Einbruch bei den Brauereien: “Mit dem Einzug der Technik wie der Dampfmaschine wurde die Qualität des Biers natürlich wesentlich konstanter, und wer da nicht mithalten konnte, ist verschwunden oder wurde übernommen.” Die meisten der Keller befinden sich außerhalb der ursprünglichen Freisinger Stadtmauern, die im Norden durch den heutigen “Graben” definiert wurden. Wie auch die Biergärten, die nach 1815 entstanden. Um diese Zeit wurde ein Edikt erlassen, das den Verkauf von Bier direkt vom Lagerort zuließ. Und auch direkt im Stadtzentrum gibt es Katakomben. Die drängten sich einseitig kurioser Weise, denn auf der südlichen Seite der Hauptstraße begrenzt die Moosach den Platz.  

“Freisinger Brauereien und ihre Keller” ist bereits das dritte Recherchewerk Hans Lorenzers nach “Freisinger Geschäfte” aus dem Jahr 2010 und der Broschüre “Freisinger Moosacharme” von 2012.

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