Pantaleonshaus Kranzberg

Das modernste Museum im Landkreis

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So soll es werden, das Bronzezeitmuseum im Dachgeschoss: Die Wände enthalten bereits die Aussparungen für die später einzubauenden Flachbildschirme. Die Technik wird unsichtbar bleiben.

Die Gemeinde Kranzberg erhält das modernste Museum des Landkreises Freising. Derzeit laufen die Einrichtungsarbeiten (Foto) für die Lehrschau, die sich mit der Bronzezeit befassen wird. Neuartige und unsichtbare Museumstechnik - gefördert von der FMG - kommt darin zum Einsatz. Die Eröffnung ist für den 16. Mai geplant.

Das Bronzezeitmuseum in Kranzberg wird das modernste Museum im Kreis Freising. Derzeit ist eine Trockenbaufirma aus dem Raum Chemnitz dabei, die Symbiose aus dem säuberlich gereinigten Dachgebälk im Dachgeschoss des größten Gebäudes des ganzen Komplexes und der neuzeitlichen Inneneinrichtung zu vervollständigen. Das ist viel Handarbeit, aber sie lohnt sich. Das ist jetzt schon zu sehen. Mit der Einrichtung wird ein langgehegter Wunsch vieler Kranzberger wahr. Die ersten Tafeln sind bereits im weitläufigen Innenhof aufgehängt, ein provisorischer Wegweiser ist auch schon aufgehängt. Das Pantaleonshaus, das lange ungenutzt war und auch immer wieder das Ziel von Vandalen geworden ist, hat eine ganz unrühmliche Geschichte, war es doch gebaut als Heim der Hitler-Jugend (HJ). Sogar ein „Fahnenheiligtum“ war eingerichtet, Teil der abstrusen pseudoreligiösen Überhöhung der Fahne, und nicht umsonst ist das Horst-Wessel-Lied heute verboten. Heute ist das „Fahnenheiligtum“ eine Kapelle, bewusste Rückbesinnung auf den einen und wahren Gott. Das jetzt folgende Museum, das Bezug nimmt auf die frühzeitlichen Funde rund um Kranzberg, wird eine ganz großartige Sache, und da braucht die Gemeinde jeden Cent – auch von der FMG. Der Versuch, den geschlossenen Sponsoring-Vertrag zu kündigen, weil man eine Verbindung zur dritten Startbahn sieht, ist im Gemeinderat chancenlos gewesen, auch wenn es darüber eine kurze Debatte gab. Bürgermeister Robert Scholz zum FORUM: „Das ist ein altes Wahlkampfthema.“ Dieser Wahlkampf ist vorbei, und Sacharbeit ist gefragt. Dazu gehört laut Scholz, dass man unbedingt trennt zwischen dem Flughafen selbst und der von Kranzberg leidenschaftlich abgelehnten dritten Startbahn. „Das ist von Anfang an klar gewesen“, so Scholz. „Die FMG ist ein Unternehmen wie viele andere auch. Die machen Sponsoring, und aus dem Vertrag kommt man auch nicht so einfach raus“, warnte der Gemeindechef, der von einem Aufbau von Feindbildern nichts hält und überdies deutlich machte: „Das Bronzezeitmuseum ist nicht eine ureigene Pflichtaufgabe der Gemeinde. Wir müssen das nicht machen. Wir bekommen viele Unterstützungen auch aus anderen Töpfen.“ Genau diese könnten versiegen, wenn die Gemeinde die falschen Signale aussende, etwa, dass sie das Geld der FMG nicht mehr nötig habe. „Das wäre fatal“, so Scholz zum FORUM, der auch ein wichtiges Datum nannte: Die Eröffnung sei für den 16. Mai geplant. Es werde die modernste Museumstechnik zum Einsatz kommen, freute sich der Bürgermeister. In der Tat: Die Wände haben jetzt schon die exakt geschnittenen Löcher, in die später die Flachbildschirme eingelassen werden. Die Technik verschwindet dahinter. Und es wird viel Technik sein, die da zum Einsatz kommen wird. Das werde museumspädagogisch auf dem neuesten Stand sein und vor allem den Kindern die Bronzezeit näher bringen. Genau diese Arbeit werde von der FMG unterstützt, so der Bürgermeister. „Das Geld kommt also den Kindern 

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