Zur Stelle angetreten

Bundesfreiwilligendienst: „Bufdis“ verstärken Caritas Freising

Die aktuellen Bufdis im Caritas-Zentrum Freising (von links nach rechts): Karola Schneider, Eva Anzinger und Hannes Kuhlmann.

Seit 2018 hat das Caritas-Zentrum Freising die Einsatzstellen für Bundesfreiwillige („Bufdis“) auf drei erhöht – und immer waren die Stellen für den zwölfmonatigen Dienst besetzt.

Freising- So haben im September 2019 die FOS-Absolventinnen Eva Anzinger und Karola Schneider sowie der Abiturient Hannes Kuhlmann den BFD bei der Caritas Freising begonnen. Von Vorteil für die jungen Leute waren ihre Neugier, ihre Lust auf Verantwortung und natürlich ihr Interesse an sozialer Arbeit. Besonders gut für das Caritas-Zentrum: Alle drei waren nach ihrem Abschluss noch unsicher, welchen weiteren beruflichen Weg sie beschreiten wollen. 

Genau das mache den Bundesfreiwilligendienst aus, betont Kreisgeschäftsführerin Bettina Erifiu-Wolf, denn als Bundesfreiwilliger sei man ganz nah dran, am Menschen und an der Praxis. „Und wer offen dafür ist, kann für sich einiges an Erfahrung mitnehmen und das Jahr für seine persönliche und berufliche Orientierung nutzen“, fügt sie hinzu. Die drei Bufdis werden ihren Dienst sicher nicht vergessen, stand er doch ganz im Zeichen der Corona-Pandemie, die sie bis zu ihrem Dienstende im August sicher noch begleiten wird. „Flexibel zu sein und mich auf neue Situationen und Anforderungen einzustellen, das habe ich ganz klar gelernt!“, sagt Eva, deren Dienstplan mehrmals angepasst werden musste. So wurde die Betreuung der Kinder an den Gymnasien zwar zeitweise eingestellt, doch fanden sich schnell neuen Aufgaben im Einkaufsdienst für Senioren oder in der Durchführung der Hygienemaßnahmen, um Mitarbeitende sowie Klientinnen und Klienten zu schützen. 

Die Caritas Freising ist eine beliebte Einsatzstelle mit abwechslungsreichen Aufgaben. Die Bufdis lernen nicht nur das Zentrum an der Bahnhofstraße kennen, sondern auch die Tagesstätten, das Jugendhaus in Au/Hallertau, das Gebrauchtwarenkaufhaus Rentabel oder das Buchcafé Etappe. Als qualifizierte Einsatzstelle muss die Caritas Freising wichtige Standards erfüllen. Dies geschieht unter dem Dach des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. So muss das Aufgabenfeld einem bestimmten Kriterienkatalog entsprechen und der Freiwillige eine Anleitung erhalten, denn: Ein Bufdi ist keine Fachkraft und die Verantwortung liegt definitiv bei dieser und nicht bei dem Freiwilligen. Wer sich bewerben möchte, sollte mindestens 18 Jahre alt sein. 

Gelegentliche Abendveranstaltungen zählen ebenso wie regelmäßige Fahrten mit dem Dienstwagen (Führerschein erforderlich!) zu den Aufgaben. Ein wichtiger Teil des BFD ist außerdem die Unterstützung in der OGS von Dom-, Camerloher- und Josef-Hofmiller-Gymnasium. Die Bufdis betreuen dort Hausaufgaben und bieten Beschäftigungsangebote an – der Altersunterschied zu den Unterstufenschülern hilft dabei, Autorität auszustrahlen und sich durchzusetzen. „Die jungen Leute lernen in diesem Jahr, wie man anpackt, Entscheidungen trifft, eigene Ideen umsetzt und seine Wünsche äußert“, beschreibt Erifiu-Wolf die Entwicklung der Bufdis. 

Das Caritas-Zentrum Freising mit seinen rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist durchaus mit einem mittelständischen Unternehmen gleichzusetzen, der Freiwilligendienst ist in seiner Ausrichtung jedoch flexibel und offen für die Wünsche der jungen Leute. „Unsere Bufdis haben in jedem Fachdienst eine eigene Anleitung, die sie begleitet und die ihnen zur Seite steht“, so Erifiu-Wolf. So könne der Bufdi etwa seine Vorlieben und Fähigkeiten einbringen, wenn es darum geht, den Schwerpunkt auf die Arbeit mit Jugendlichen, Senioren oder auch Verwaltung zu legen. Bewerbung als Bufdi Wer sich angesprochen fühlt und eine Stelle als Bundesfreiwilliger haben möchte, sollte sich bis Anfang Juli bei Gina Saiko-Kaiser unter cz-freising@caritasmuenchen.de melden. Das BFD- Jahr beginnt am 1. September. Ein Bufdi erhält 620 Euro Taschen- und Essensgeld, 30 Tage Urlaub und fünfmal eine Woche Seminarweiterbildung. Das Caritas-Zentrum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Quelle: freising-online

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