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"Wer gibt, gewinnt!"

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Bilanz gezogen: Klaus Ziegler (r.) rekapituliert die zustande gekommenen Geschäftskontakte, Rüdiger Götz hat sie auch haptisch vor sich.

Schon morgens um sieben schwirrt eine eigenartige Dynamik durch den Biogasthof Braun in Freising-Dürneck. 28 Geschäftsleute und einige geladene Gäste finden eben nur in den frühen Morgenstunden die Zeit für ihr wöchentliches Treffen, in dem ihr berufliches Netzwerk gestählt wird. „Business Network International“ heißt die Unternehmer-Verbindung, die sich als „Chapter Serpentin“ für Freising hier trifft.

Und regelmäßig voneinander profitiert. Verbrieft, denn hier werden Kontakte vermittelt. 28 Mitglieder entsprechen 28 verschiedenen Branchen, von denen jede nur ein Mal vorhanden ist. „Nur wer gibt, kann gewinnen!“, erklärt Rechtsanwalt Rüdiger Götz, der dem Chapter vorsteht. Was das bedeutet, zeigt sich schnell: In einer einminütigen Vorstellungsrunde richten sich die anwesenden Mitglieder an die Kollegen. Jede Woche aufs Neue. Die Inhalte müssen ergo variieren, deshalb heißt es schon jetzt: Wer braucht was, und wer hat was? „Hinter jedem Menschen stehen rund 1000 berufliche Kontakte. Mal rund 30 Mitglieder macht 30000 Kontakte“, verdeutlicht Götz. Wenn die Kanzlei Gabriel und Kollegen Auszubildende sucht, wissen das dank der 60 Sekunden von Markus Hübner nun 30000 Menschen.Die meisten werden nicht helfen können, die Vielzahl der Kontakte erhöht indes die Wahrscheinlichkeit, dass ein Treffer zustande kommt. Unternehmensberater Klaus Ziegler ist der Mann der Bilanzen im „Serpentin“, und die hat er auch jede Woche wieder aufs Neue dabei: Seit Jahresanfang konnte ein Umsatzplus von 200000 Euro generiert werden, im vergangenen Jahr waren es gut drei Millionen. Zusätzlich zum ohnehin bestehenden Umsatz, betont IT-Experte Rainer Straßer, der im Chapter für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Er hat keinen „Konkurrenten“ im „Serpentin“, denn es herrscht Branchenexklusivität im BNI. „Die Qualität unserer Mitglieder wird im Lauf der Bewerbung eingehend geprüft, sonst käme er ja nicht rein“, sagt Götz und garantiert so für die Qualität der jeweils vertretenen Branche. Welchen Effekt die Empfehlungen bringen, manifestiert sich am Ende des eineinhalbstündigen Frühstücks: Dann werden Visitenkarten ausgetauscht. Wer braucht was? Christian Giersdorff hat an Evolutionspädagogin Victoria Stübner gedacht und sie dem Elternbeirat von zwei Schulen empfohlen. Da wird sie nun mutmaßlich mal ihre Leistungen vorstellen. Auch Giersdorff bekommt Kontakte präsentiert. Der Beweis: Wer gibt, gewinnt!

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