Große Pläne

„Haus der Hallertau“ startet weiter durch: Regionalität und Nachhaltigkeit

zwei Männer beurteilen verschiedene Produkte
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„Ein feines Tröpfchen!“ Unser Bild zeigt die Initiatoren von „Haus der Hallertau“: Gunnar Kollin (links) und Johann Englmüller.

Das „Haus der Hallertau“ ist seit 2018 eine Vermarktungsplattform für kleine Betriebe in der Hallertau. Inzwischen machen über 30 Betriebe mit.

Das Erfolgsrezept der Initiative „Haus der Hallertau“ liegt darin, dass die Initiatoren Gunnar Kollin und Johann Englmüller, nicht nur Betriebe suchen, die etwas Besonderes anbieten, sondern auch nach neuen Absatzmärkten und Händlern für die Produkte der Partner suchen und sie auch finden.

Seit Winter 2020 ist der Reisemarkt von Manuela Paparizos in Freising ein Partner und bietet Produkte aus der Hallertau und auch Gutscheine für Erlebnisse in besonderen Betrieben in der Hallertau an.

„In diesem Jahr werden wir auch eine 30-seitige Broschüre über das Haus der Hallertau herausgeben, in der die Produzenten, Händler, Betriebe mit Erlebnisangeboten, Gasthäuser und Sehenswürdigkeiten genannt werden. Die Broschüre soll kostenlos in vielen Geschäften und Rathäusern ausliegen. Darin enthalten werden auch besondere Ausflugsziele in der Hallertau sein“, berichtet Hans Englmüller.

So ist die Wallfahrtskirche in Ebrantshausen - zwischen Mainburg und Wolnzach - ein wahres Unikat. Diese zweischiffige Kirche ist wohl die Begräbnisstätte des verschollenen Burggrafens von Regensburg, der bei Kaiser Barbarossa in Ungnade fiel, da er nicht beim Kreuzzug mitmachen wollte.

Das Konzept „Haus der Hallertau“ ist dabei durchaus logisch: Die Hallertau ist eine Kulturlandschaft in der Mitte Bayerns und als das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt bekannt. Trotz seiner zentralen Lage ist die Hallertau als Urlaubs- und Ausflugsregion noch ein Geheimtipp.

Das „Haus der Hallertau“ steht für hervorragende Qualitätsprodukte 

In dieser vom Hopfenanbau geprägten Landschaft haben sich in jüngster Zeit zahlreiche kleine und mittelständische Produzenten von regionalen und nachhaltigen landwirtschaftlichen oder handwerklichen Produkten etabliert.

Aus Zuneigung zur Landschaft der Hallertau und zu gutem und gesunden Lebensmitteln entwickelte der Initiator Johann Englmüller aus Freising die Idee, ein Label für faire und regional produzierte Produkte aus der Landwirtschaft und dem Handwerk zu kreieren. Die Vernetzung von regionalen Produktionsbetrieben mit Händlern, die sich auf nachhaltige Produkte spezialisiert haben und die Schaffung eines gemeinsamen Daches, einer Marke, war das Ziel dieser Idee.

Mit dem Werbefachmann Gunnar Kollin kam dann der Marketingaspekt in das Projekt. Mit der Schaffung eines gemeinsamen Markenlogos und eines Internetauftrittes war die Marke „Haus der Hallertau“ geboren. 2019 folgte dann ein Flyer, der die teilnehmenden Betriebe vorstellt. Dieser wurde von der Initiative nicht nur den „Häusern der Hallertau“ zur Verfügung gestellt, sondern vor allem an Tourismusinformationen und Fremdenverkehrsverbände verteilt

Nachhaltiges Netzwerk für Produzenten und Händler

Landwirtschaft in der Hallertau ist nicht nur der Hopfenanbau. Auch die Bauern der Hallertau mussten sich Alternativen zum herkömmlichen Ackerbau überlegen. Und so findet man heute vermehrt statt der traditionellen Hopfengärten auch Felder mit Haselnuss- und Obstbäumen, Kräuter und Gemüse. Diese Naturprodukte werden von den Produzenten veredelt zu Marmeladen, Säften oder Likören. Kleine und mittelständische Höfe haben sich der regionalen und nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben. Faire Produkte, in der Hallertau produziert, sind das wesentliche Merkmal für die „Häuser der Hallertau“.

Die Erzeuger und Händler bieten diese Produkte unter anderem auf den Wochenmärkten ohne lange Transportwege und ohne Verpackungsmüll an.

(Gleichzeitig setzen immer mehr kleine und mittelgroße Geschäfte auf faire Produkte wie Biolebensmittel, Bio‐Kosmetik und faire gehandelte Kleidung.

Nach zwei Jahren, in der die Initiative nun existiert, haben sich bereits 22 produzierende Betriebe, fünf Betriebe mit Erlebnisführungen und sieben Händler der Idee angeschlossen.

Zu den Produzenten zählen dabei neben den Bio- und Obsthöfen „Biohof Kreitmair“ und „Kottermairs Biohof“ aus Rudelzhausen, dem „Grassl-Hof“ in Wolfersdorf und dem ökologischen Obst- und Gemüsehof „Naturgarten Schönegge“ in Nandlstadt auch Novitäten wie der Haselnussproduzent „Eichhörnchen - Neumeier“ aus Rudelzhausen, die Secco-Manufaktur „Holled’Auer Hopfen-Secco Manufaktur“ und die Kräuterpädagogin Rita Straßberger in Au in der Hallertau. Seit 2020 ist auch der Hallertauer Ziegenhof aus Tegernbach ein „Haus der Hallertau“. Handelsbetriebe, in denen Sie Produkte dieser Produzenten kaufen können, sind der „Bioladen Lebenskunst“ oder „Fashion & More“ aus Freising.

Mehr über die Mitgliedsbetriebe gibt es online unter www.haus-der-hallertau.de

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