Domberg Freising

Facelifting für das Dach der Stadt

Von der Südseite soll ein Schrägaufzug in einigen Jahren die Dombergbesucher nach oben befördern.

Der Freisinger Domberg soll für Besucher und Touristen mittels eines Schrägaufzugs von der Südseite her erreichbar sein - das ist ein Detail der Planungen für die Neugestaltung des „Lehrbergs“. Damit steht den Freisingern allerdings eine weitere Großbaustelle ins Haus, mit deren Abschluss aber erst für das Jahr 2024 kalkuliert wird.

Neben der Großbaustelle Innenstadtsanierung und der zukünftigen Großbaustelle Asamgebäude wird auf die Freisinger eine weitere Großbaustelle zukommen, auch wenn sich diese hoch über den Dächern der Innenstadt auf dem Domberg befinden wird. Seit 2014 entwickelt das Erzbistum ein umfangreiches Konzept für die Weiterentwicklung und Neugestaltung des Dombergs, bei dem größere Neubaumaßnahmen und zahlreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen der diözesaneigenen Liegenschaften vorgesehen sind. Da die Stadt auch Eigentümerin von Grundstücken auf dem Domberg und dem Südhang ist, soll in enger Zusammenarbeit mit der Erzdiözese eine Feinuntersuchung in Auftrag gegeben werden, in der sowohl städtebauliche als auch freiraumplanerische Aspekte eine große Rolle spielen und auch die Planungsziele der Innenstadtkonzeption berücksichtigt werden. In der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt stellten Projektsteuerer Christian von Eickstedt von Ernst & Young Real Estate in Berlin und der neue Diözesanbaumeister Christian Stumpf vor, was auf dem Domberg alles passieren soll. Der Umbau des Diözesanmuseums ist bereits beschlossene Sache und der Architektenwettbewerb abgeschlossen. Im Augenblick läuft der Architektenwettbewerb zur Sanierung des Kardinal-Döpfner-Hauses; am Freitag, 10. Februar, soll die Entscheidung der Jury bekannt gegeben werden. Daneben sind noch einige kleinere Maßnahmen wie beispielsweise die Sanierung des Fürstengangs und der Dombibliothek, wo später zusätzlich auch die Ganztagesbetreuung der Schüler des Dom-Gymnasiums und eine Dom-Singschule eingerichtet werden. Wichtig auch in den Augen der Stadt sind jedoch die Planungen hinsichtlich einer besseren Erreichbarkeit des Domberges für Fußgänger. Hier soll nach Plänen der Erzdiözese ein Schrägaufzug über den Südhang des Domberges gebaut werden; wo dieser letztendlich sein wird, soll unter anderem auch in der von der Stadt in Auftrag gegebenen Feinuntersuchung herausgearbeitet werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei aber auch Überlegungen, wo Touristenbusse anhalten können, um ihre Reisegäste so nah wie möglich am geplanten Schrägaufzug aus- und auch wieder einsteigen zu lassen. Es wird mit Sicherheit noch viel Wasser die Isar hinabfließen, bis auch diese Baumaßnahme abgeschlossen sein wird. Ein Ziel haben sich die Planer und ihre Auftraggeber aber schon vorgegeben: Spätestens bis zur 1300-Jahr-Feier der Ankunft des Heiligen Korbinian in Freising im Jahr 2024 soll alles fertiggestellt sein.

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