TSV Jahn Freising

Dreifacher Grund für große Freude

Was für ein Finish: V.l. Marius Janta sowie Simon und Valentin Kammerloher beim Zieleinlauf in Beilngries.

Dreifacher Aufstieg der Triathleten Vergangenes Wochenende ging mit dem Finale der Triathlon-Liga Bayern in Beilngries im Altmühltal eine nahezu perfekte Saison für die Freisinger Triathleten im TSV Jahn Freising zu Ende. Drei Mannschaften können zum Saisonabschluss Aufstiege in die nächsthöhere Liga feiern. 

Als stünde „Triathlon“ neben den drei Ausdauersportarten auch für die Herausforderung, drei Mal aufzusteigen!. Drei Mannschaften, davon zwei Herren- und ein Damenteam, schickte die erst vier Jahre alte Triathlonabteilung des TSV Jahn Freising in das Renngeschehen der Triathlon-Liga Bayern. Nun können zum Saisonabschluss die Aufstiege aller drei Mannschaften in die nächsthöhere Liga gefeiert werden. Unterschiedliche Rennformate und Distanzen machen den Reiz der Triathlon-Liga Bayern aus. So ist für die Punkteberechnung der Mannschaften manchmal die Summe der Einzelergebnisse aller Teammitglieder entscheidend, wohingegen teils gemeinsam das Ziel erreicht werden muss. Die Distanzen reichen von der sogenannten Sprintdistanz (400 Meter bis 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) bis hin zur Olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer Laufen). Während sich die zweite Herrenmannschaft in der Landesliga Süd bereits Anfang Juli souverän nach der Endabrechnung vierer Rennen den ersten Platz sichern konnte, lag es nun an den Damen- und Herrenteams, die jeweils in der Bayernliga an den Start gingen, nachzuziehen. 

Vor allem das Abschneiden des ersten Herrenteams hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Aufstiegshoffnungen des Landesligateams: Denn nur, wenn das erste Herrenteam den Sprung in die Regionalliga schafft, ist der Weg in die Bayernliga für die zweite Freisinger Herrenmannschaft frei. Vor dem letzten Rennen lag das Bayernligateam der Herren allerdings nur auf Platz drei. Keine optimale Ausgangslage, denn aufstiegsberechtigt sind nur die ersten beiden. Die Damen hatten zwar vor dem finalen Rennen bereits den umkämpften zweiten Platz inne, aber die Punktabstände bis Platz vier waren mit zwei Zählern denkbar knapp. Das Ziel war daher klar definiert: Platz zwei erreichen, denn das Tri-Team Schongau lag sowohl bei den Herren als auch bei den Damen uneinholbar auf dem ersten Rang. Das Unterfangen sollte spannend werden: Zum Saisonfinale stand in Beilngries ein Mannschaftssprint auf dem Programm. Wie der Wettkampf taktisch absolviert wurde, musste jedes Team selbst entscheiden, denn einzig und allein die Zeit des dritten Mannschaftsmitgliedes war für die Platzierung und damit die Punktevergabe ausschlaggebend. Das heißt durch Schieben beim Schwimmen, gemeinsames Radfahren im Windschatten und Ziehen auf der Laufstrecke konnten so manche Sekunden gutgemacht und gegebenenfalls Schwächen einzelner Sportler kompensiert werden. 

Das Wetter hatte nicht ganz mitgespielt, bei 15 Grad und phasenweise strömendem Regen kämpften die Triathleten des TSV Jahn Freising um jede Sekunde. Für die Damen reichte am Ende der vierte Platz zum Aufstieg. Mit insgesamt 71 Punkten holte das Freisinger Damenteam in der Endabrechnung den zweiten Tabellenplatz hinter Schongau (77) und knapp vor dem TuS Fürstenfeldbruck (70) sowie der TG Viktoria Augsburg (69). Das Herrenteam belegte zum Finale den dritten Platz und erreichte so in der Abschlusstabelle mit 68 Punkten hinter Schongau (80) den ersehnten zweiten Rang, dicht gefolgt vom TuS Fürstenfeldbruck (67) und dem Tri-Team aus Kulmbach (66). Bei den Männern war es am Ende ein hart umkämpftes Rennen: Die Taktik wurde im Vorfeld klar besprochen. Manuel Lohr, Ex-Leistungsschwimmer und starker Radfahrer, sollte vorweg sein eigenes Rennen machen und im Ziel auf die Anderen warten.

 Marius Janta und die Brüder Simon und Valentin Kammerloher sollten versuchen, möglichst zusammenzubleiben. Durch eine solide Schwimmleistung konnten sie als eine der ersten mit fast zwei Minuten Vorsprung auf Fürstenfeldbruck aufs Rad steigen. Nach zehn Kilometern war der Vorsprung bereits dahin. Bei strömendem Regen, schlechter Sicht und nasser Fahrbahn galt es nun, den Konkurrenten auf keinen Fall entkommen zu lassen. Bei bis zu 45 Stundenkilometern und mehreren Engstellen wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Immer wieder versuchte Fürstenfeldbruck Attacken zu setzen und wegzufahren, doch die Triathleten des TSV ließen sich nicht unterkriegen und blieben an den Hinterrädern, sodass es gemeinsam mit den anderen Teams auf die Laufstrecke ging. Dank einer starken Laufleistung konnten sie den dritten Platz für sich behaupten, mit nur sechs Sekunden Vorsprung. Fürstenfeldbruck konnte keine Akzente mehr setzen und landete auf Platz fünf. So war der dreifache Aufstieg der Freisinger Triathleten gelungen. 

Und da bekanntlich nach der Saison vor der Saison ist, geht es bald an die Planungen der drei Mannschaften für die kommende Bayernliga- und Regionalligasaison in der Triathlon-Liga Bayern. Dankenswerterweise wurden die Sportler bei der Finanzierung der Wettkampfgebühren von Sponsoren unterstützt, aber für weitere Unterstützer hat die noch junge Triathlonabteilung durchaus ein offenes Ohr.

Quelle: freising-online

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