Bürgerinitiative kämpft weiter

Der Widerstand hält weiter an: Dritte Startbahn soll beerdigt werden

Gruppe mit Schild demonstriert
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Den Planfeststellungsbeschluss zur dritten Bahn „in die Tonne treten“: Bauern und Bürgerinitiativen sprechen hier eine Sprache.

Auch im neuen Jahr ist der Bau der ungeliebten Dritten Startbahn in „weiter Ferne“, doch noch immer nicht komplett aufgegeben.

Der Widerstand gegen das Großprojekt dürfe nicht abreißen, da haben die Aktionsbündnisse jetzt sogar Unterstützung von seiten der CSU erhalten: Der Erdinger Bundestagsabgeordnete Jakob Maier hat sich eindeutig positioniert, das Projekt zu beerdigen.

Der Druck auf die Staatsregierung steigt, die dritte Startbahn am Münchener Flughafen nicht nur in Sonntagsreden, sondern auch planungsrechtlich zu beerdigen. So hat Christian Magerl in dieser Frage jetzt einen mächtigen Mitstreiter gefunden, der stramm auf der Seite der CSU steht, in dieser Frage aber sogar die Sprache des alten grünen Kämpfers gegen die Startbahn übernimmt, und das auch noch vor einem Bundestagsabgeordneten der CSU. Kein geringerer als der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Nachbarkreis Erding, Jakob Maier, hat jetzt bei einer öffentlichen Kreisvorstandssitzung die Forderung aufgestellt, „den Planfeststellungsbeschluss in die Tonne zu treten.“

„Dritte Startbahn ist in weite Ferne gerückt“

Maier und alle anderen Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes wissen, warum sie das sagen: Es sind durchweg landwirtschaftliche Flächen, die als Ausgleichsflächen für die dritte Startbahn herhalten müssen und damit der Lebensmittelerzeugung dauerhaft entzogen sind. Der Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz, für den der Airport gewissermaßen die gebietsmäßige Schnittstelle mit Erich Irlstorfer ist, hatte sich noch diplomatischer, aber doch deutlich ausgedrückt: „Die dritte Startbahn ist in weite Ferne gerückt.“

Diese Ferne kann den Bürgerinitiativen gar nicht groß genug sein. Sie stehen vor dem Problem, dass sie den Widerstand wach halten müssen, eben weil das Monster im Moos noch nicht ganz vom Tisch ist. Das könnte aber schwierig werden, wenn, wenn immer nur von „weiter Ferne“, nicht aber von einer Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses die Rede ist. Die Vorstandsorgane der Bürgerinitiativen wissen das, formieren ihre Reihen teilweise bereits neu, und planen für die Zukunft.

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